
Ein Fluchtfahrunfall mit Reverse Engineering und 3D-Simulation rekonstruieren
Bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht wird das physische Beweismaterial, wie eine verformte Absperrung, zum Hauptzeugen. Die aktuelle 3D-Technologie ermöglicht es, das Ereignis digital zu rekonstruieren, um das verursachende Fahrzeug zu identifizieren und eine Delle in einen soliden Beweis zu verwandeln. 🚗💥
Die Szene mit millimetrischer Präzision erfassen
Der Prozess beginnt mit dem 3D-Laserscan der Verformung am Leitplank oder Zaun. Geräte wie der FARO Focus Scanner erfassen die beschädigte Geometrie und erzeugen eine Punktwolke von extrem hoher Genauigkeit. Diese digitalen Daten bilden die faktenbasierte Grundlage für die gesamte weitere Untersuchung.
Anfänglicher Workflow:- Verwenden eines 3D-Laserscanners, um die Unfallszene zu dokumentieren.
- Erzeugen einer dichten und präzisen Punktwolke der Verformung.
- Exportieren der Daten in spezialisierte Software zur Verarbeitung.
Die stille Abdrücke im Metall kann die Marke und das Modell des Schuldigen verraten.
Die Form des Fahrzeugs durch Reverse Engineering enthüllen
Die Punktwolke wird in ein Programm wie Geomagic Design X importiert. Hier verarbeitet und bereinigt der Spezialist die Daten, um ein solides polygonales Netz des Abdrucks zu erstellen. Der entscheidende Schritt ist die digitale Umkehrung dieses Netzes, die ein positives Volumen erzeugt, das das exakte Negativ der Delle ist. Dieses rekonstruierte 3D-Objekt offenbart die Breite, Höhe, Krümmung der Stoßstange und die Position von Elementen wie den Scheinwerfern.
Schritte bei der Rekonstruktion:- Importieren und Bereinigen der Punktwolke in Reverse-Engineering-Software.
- Erstellen eines geschlossenen polygonalen Netzes der Verformung.
- Anwenden von Tools, um das Netz umzukehren und das positive Volumen des Fahrzeugs zu erhalten.
Die Hypothese mit dynamischer Simulation validieren
Mit dem rekonstruierten 3D-Modell der Fahrzeugfront kann der Aufprall simuliert werden. In Tools wie PC-Crash geben die Sachverständigen Parameter wie Geschwindigkeit und Winkel ein, um die Dynamik des Aufpralls nachzustellen. Das Ziel ist zu überprüfen, ob das generierte Modell eine Verformung der Barriere erzeugt, die mit der gescannten in der Realität übereinstimmt. Dieser Schritt validiert die Rekonstruktion und hilft, verdächtige Fahrzeugmodelle einzugrenzen, wodurch der technische Beweis entscheidend gestärkt wird.