
RoboMantis: ein bioinspiriertes Robot, das läuft und gleitet
Ein Team der Carnegie Mellon University stellt RoboMantis vor, ein Robot, dessen Design auf der Gottesanbeterin basiert. Dieses System kann sich zu Lande bewegen und, wenn es auf ein Hindernis trifft, Flügel ausbreiten, um einen Sprung und einen Gleitflug auszuführen, der es ihm ermöglicht, das Hindernis zu überwinden. Diese Vielseitigkeit soll seine Autonomie in anspruchsvollen Landschaften erweitern. 🦗
Effizienz inspiriert von einem natürlichen Raubtier
Das Robot übernimmt die Form und die Bewegungsstrategie des Insekts, eines Landjägers, der auch kurze Luftstrecken zurücklegt. Seine gelenkigen Beine imitieren die Haltung des Tieres und gewähren Stabilität beim Laufen. Die Flügel bleiben über dem Körper gefaltet und werden durch einen schnellen Mechanismus ausgefahren, um abzuheben. Diese hybride Strategie optimiert den Energieverbrauch, da Laufen weniger verbraucht als kontinuierliches Fliegen und der Flug nur für notwendige Fälle reserviert wird.
Schlüsselmerkmale des bioinspirierten Designs:- Gelenkige Beine, die die Morphologie und Bewegung der Gottesanbeterin nachahmen für ein stabiles Landbewegen.
- Klappbare Flügel, die sich schnell durch einen Aktivierungsmechanismus für den Start ausbreiten.
- Modale Übergänge, die Effizienz priorisieren und den energie sparsamsten Modus für jede Situation nutzen.
Dieser hybride Ansatz priorisiert den Energieverbrauch und reserviert den Flug nur für Fälle, in denen er streng notwendig ist.
Technologie zur Eroberung feindlicher Gelände
Die Ingenieurgruppe integriert leichte Sensoren, leistungsstarke Aktuatoren und Steuerungsalgorithmen, um den Wechsel zwischen Modi zu managen. Das Robot muss die Sprungkraft, den Startwinkel präzise berechnen und die Flächen während des Gleitflugs anpassen. Das Ziel ist, dass Maschinen wie diese in Katastrophenumgebungen, unebenem Gelände oder schwer zugänglichen Zonen für Inspektions- oder Rettungsaufgaben arbeiten können, wo die Fortbewegung eine ständige Herausforderung darstellt.
Potenzielle Anwendungen der multimodalen Mobilität:- Einsatz in Katastrophengebieten, wo die Infrastruktur beschädigt ist und das Gelände unvorhersehbar.
- Inspektion schwer zugänglicher Bereiche wie Einstürze oder steiles Gelände, um Schäden zu bewerten.
- Durchführung initialer Rettungsarbeiten, Transport von Sensoren oder kleinen Vorräten in für Radroboter unzugängliche Orte.
Eine agilere Zukunft für die Robotik
Obwohl das Projekt noch in der Laborphase ist, weist sein Konzept den Weg zu Robotern mit größerer Anpassungsfähigkeit. Während ein Radrobot vor einer Pfütze stoppt, könnte RoboMantis sie mit einem kontrollierten Sprung überwinden. Diese Entwicklung imitiert nicht nur die Natur, sondern zielt darauf ab, aktuelle Mobilitätsbeschränkungen zu überwinden, um wirklich vielseitige mechanische Assistenten zu schaffen. 🤖