Mars könnte in der Vergangenheit einen größeren Mond gehabt haben

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Ilustración artística que muestra un Marte primitivo con un enorme disco de escombros circumplanetario y una luna grande y brillante orbitando, en contraste con la pequeña y oscura Fobos actual.

Marte könnte in der Vergangenheit einen größeren Mond gehabt haben

Eine kürzliche Studie revolutioniert, was wir über das Marsmondsystem wissen. Die Forschung deutet darauf hin, dass Phobos, der Mond, der heute den Mars umkreist, möglicherweise nur ein Überbleibsel eines viel kolossaleren Satelliten ist, der in einer fernen Ära existierte. 🪐

Der Einschlag, der ein neues System formte

Die Wissenschaftler skizzieren ein Szenario, in dem ein Objekt großen Ausmaßes, vergleichbar mit einem Zwergplaneten, vor Milliarden von Jahren mit dem Mars kollidierte. Dieses katastrophale Ereignis schleuderte eine enorme Menge Material in den Raum, das sich organisierte und einen circumplanetaren Diskus um den Roten Planeten bildete.

Prozess der Bildung des ursprünglichen Mondes:
  • Aus dem Trümmerscheibe kondensierte und akkretierten sich ein großes Hauptsatellit.
  • Die Gravitation des Mars und die Interaktionen mit dem verbleibenden Material der Scheibe begannen, seine Bahn schrittweise zu destabilisieren.
  • Diese Bahnmigration brachte sie unaufhaltsam näher an ihren Wirtsplaneten heran.
"Phobos ist nichts weiter als der Überlebende einer marsianischen Monddynastie, eine Erinnerung daran, dass selbst im Weltraum Familien manchmal schrumpfen."

Die Fragmentierung und die Geburt von Phobos

Der große Mond näherte sich dem Mars so sehr, dass er die Roche-Grenze überschritt. Dies ist die kritische Distanz, bei der die Gezeitenkräfte des Planeten die innere Gravitation übersteigen, die ein Himmelskörper zusammenhält. Bei Überschreiten dieser Schwelle konnte der primitive Mond nicht mehr zusammenhängen.

Folgen der Zerfalls:
  • Der große Satellit zerbrach in zahlreiche Stücke.
  • Ein Teil des resultierenden Materials fiel auf die Oberfläche des Mars.
  • Ein anderer Teil blieb in der Umlaufbahn und bildete einen neuen Trümmerring.
  • Aus diesen Resten akkretierten sich wieder kleinere Monde. Phobos, und möglicherweise Deimos, wären die Endprodukte dieses Zyklus.

Ein Vermächtnis von Zerstörung und Schöpfung

Dieses Modell erklärt, dass das Mondsystem des Mars, das wir heute sehen, das Ergebnis eines dynamischen Prozesses von Zerstörung und Neubildung ist. Phobos stellt daher die letzte Phase einer gewaltsamen Evolution dar, in der ein riesiger Mond seinen Platz an bescheidenere Satelliten abtrat. Diese Theorie hilft, die chaotische Geschichte und die Akkretionsprozesse in jungen Planetensystemen besser zu verstehen. 🛸