
Es ist nicht nur Wasser und Blasen 🌊
Das Erstellen einer realistischen Unterwasser-Szene in 3D ist wie Kochen: Wenn du nur blaue Farbe und Gas verwendest, endest du mit einem Limonade, nicht mit dem Ozean. Um diese dichte und mysteriöse Atmosphäre zu erreichen, musst du die volumetrische Beleuchtung, Materialien beherrschen, die durch Wasser verändert werden, und diese kleinen Details, die die Tiefe glaubwürdig machen.
Unterwasser-Realismus wird nicht mit einem blauen Filter erreicht, sondern mit Physik, Streuung und einer Prise kontrolliertem Chaos.
Licht unter Wasser: Wo die Photonen sterben gehen
Das Licht verhält sich seltsam unter dem Meer. Es verliert nicht nur Intensität, sondern verändert die Farbe und streut sich. Um das nachzuahmen, brauchst du:
- Volume Scatter um suspendierte Partikel zu simulieren.
- Farbabsorption (grün-blau, nicht rein blau).
- Einen einzelnen Lichtstrahl der die Sonne simuliert, die von der Oberfläche filtert. ☀️
In Blender liefern die Kombination von Volume Scatter und Volume Absorption in einem Shader unglaubliche Ergebnisse. Und nein, das Erhöhen des Blur reicht nicht aus.

Materialien, die einiges gesehen haben (unter Wasser)
PBR-Texturen auf festem Boden funktionieren nicht gleich unter Wasser. Die Rauheit nimmt zu, Reflexe verwischen und alles scheint mit einer dünnen Schicht... nun ja, Wasser bedeckt zu sein. Um das zu erreichen:
- Füge prozedurale Unvollkommenheiten hinzu (Algen, Korrosion).
- Verwende Subsurface Scattering bei Korallen und Kreaturen.
- Texturen von Moos und Anhaftungen auf Felsen und Metallen. 🐚
Der magische Touch: Kaustiken und Partikel
Ohne animierte Kaustiken und schwebende Partikel wirkt deine Szene wie ein sauberes Schwimmbad. Um das zu vermeiden:
- Animiere projizierte Lichter mit Wellentexturen.
- Füge volumetrischen Nebel hinzu, um Tiefe zu simulieren.
- Verstreue Billboard-Partikel (Staub, Plankton).
Mit diesen Elementen wirkt sogar ein schwebender Würfel wie Teil eines mysteriösen Wracks. Und wenn du einen Clownfisch hinzufügst, sag zumindest, es sei ein künstlerisches Hommage an Nemo sucht. 🐠
Postproduktion: Der letzte Schritt (aber nicht der unwichtigste)
Ein leichter Unschärfeeffekt, chromatische Aberration und Anpassungen an kalte Farben können ein technisch korrektes Render in eine kinematografische Szene verwandeln. Und wenn jemand sagt "es wirkt zu dunkel", erinnere sie daran, dass der Ozean keinen Tagmodus hat. 🌑
Jetzt geh und lass Poseidon stolz sein... oder zumindest nicht wegen schlechter Darstellung des Wassers klagen.