
Fotogrammetrie und Bewegungsanalyse für die forensische Identifikation
Wenn Überwachungskameras Bilder von schlechter Qualität oder von hinten aufnehmen, wird die Gesichtserkennung unwirksam. Die Lösung liegt in einem forensischen Pipeline, das Fotogrammetrie mit Bewegungsanalyse kombiniert, um die Gangart zu untersuchen, einen einzigartigen biomechanischen Identifikator. 🕵️♂️
Rekonstruktion der Szene in 3D
Der erste Schritt besteht darin, eine metrisch exakte Nachbildung des Tatorts zu erstellen. Unter Verwendung von Camera-Tracking-Software wie PFTrack oder SynthEyes werden die Linsenparameter kalibriert und die dreidimensionale Umgebung rekonstruiert. Diese kalibrierte 3D-Szene dient als präzise räumliche Basis für die gesamte nachfolgende Analyse und eliminiert Perspektivverzerrungen.
Rekonstruktionsprozess:- Kalibrierung der Linse der Überwachungskamera, um ihre Verzerrung zu verstehen.
- Generierung eines 3D-Meshes und Texturen der Umgebung, in der die Aufnahme stattfand.
- Errichtung eines präzisen Koordinatensystems für reale Messungen.
Die Lösung liegt darin, seine Art zu gehen zu analysieren, ein biomechanisches Muster so einzigartig wie ein Fingerabdruck.
Extraktion und Übertragung der Bewegung
Mit der fertigen 3D-Szene wird das Bewegung des Individuums aus dem Videomaterial isoliert. Dieses 2D-Tracking wird auf ein dimensionales Skelett oder Rig in Anwendungen wie Autodesk Maya oder MotionBuilder übertragen. Das Ergebnis ist eine Animation, die die Nuancen der Gangart treu einfängt: Schrittlänge, Beckenpendelung und Gelenkrotation.
Vorteile der Skelettanimation:- Eliminiert visuelles Rauschen durch weite Kleidung oder schlechte Beleuchtung.
- Bietet ein sauberes Modell für die quantitative Analyse.
- Ermöglicht die Visualisierung der Bewegung aus jedem Winkel im rekonstruierten 3D-Raum.
Quantitative Analyse und forensischer Vergleich
Die Skelettanimation wird mit spezialisierten Tools wie Dartfish analysiert. Es werden Schlüsselparameter gemessen und quantifiziert: Gelenkwinkel, Ganggeschwindigkeit, Schrittfrequenz und Bewegungs-Symmetrie. Dieser Datensatz bildet ein detailliertes biomechanisches Profil, das objektiv mit der Gangart eines festgenommenen Verdächtigen verglichen werden kann, die unter kontrollierten Bedingungen aufgezeichnet wurde. Der Vergleich liefert objektive Beweise, die eine Verbindung stützen oder widerlegen. 📊
Die endgültige Herausforderung besteht oft darin, diese wissenschaftliche Methode vor Gericht zu validieren und zu beweisen, dass die Bewegungsdaten so zuverlässig sind wie andere Beweismittel, insbesondere wenn visuelle Zeugenaussagen unzuverlässig sind. Die Identifikation durch Gangart etabliert sich so als entscheidendes forensisches Werkzeug.