
Forscher des MIT präsentieren einen Mikro-Luftroboter, der einem Insekt nachahmt
Ein Team des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen Flugroboter mit minimalen Abmessungen entwickelt. Dieses Gerät, das leichter als eine Büroklammer wiegt und die Größe eines Mikro-Kassettenbands hat, repliziert die Flugagilität eines echten Hummels. Sein Design eröffnet neue Möglichkeiten, um Räume zu erkunden, in die herkömmliche Drohnen nicht eindringen können 🐝.
Ein flugsystem inspiriert von der Natur
Das Geheimnis seiner Funktionsweise liegt in weichen Aktuatoren, die aus Gummizylindern bestehen, die mit Kohlenstoffnanoröhren überzogen sind. Bei Anwendung von Spannung entsteht eine elektrostatische Kraft, die diese Zylinder schnell komprimiert und dehnt, wodurch die Flügel schlagen. Diese Architektur ist nicht nur leicht, sondern auch stoßfest, was komplexe Manöver ermöglicht und Erholung von Kollisionen erlaubt.
Hauptmerkmale des Designs:- Ultrakompakte Abmessungen: Vergleichbar mit einer Mikro-Kassette, ideal für enge Räume.
- Minimales Gewicht: Weniger als eine Standardmetallklammer.
- Effiziente Ansteuerung: Flügel angetrieben durch Gummizylinder und Kohlenstoffnanoröhren, ohne schwere Motoren.
Diese leichte und leistungsstarke Architektur ermöglicht es dem Roboter, agil zu manövrieren und physische Kollisionen zu überstehen.
Zukünftige Anwendungen in kritischen Szenarien
Das ultimative Ziel dieser Technologie ist der Einsatz von Schwärmen aus Mikro-Robotern in Missionen hoher Komplexität. Sie könnten Gebiete erreichen, die durch Erdbeben oder Unfälle verwüstet wurden, um eingeschlossene Personen zu lokalisieren, oder das Innere von Industrieanlagen ohne Demontage inspizieren und Daten in Echtzeit übertragen.
Mögliche operative Einsatzbereiche:- Suche in Trümmern: Erkundung unzugänglicher Ecken nach einer Naturkatastrophe.
- Technische Inspektion: Bewertung des Zustands von Rohrleitungen, Reaktoren oder komplexen Motoren.
- Umweltüberwachung: Überwachung gefährlicher oder kontaminierter Umgebungen für menschliche Teams.
Aktuelle Herausforderungen und nächste Schritte
In seiner aktuellen Phase benötigt der Hummelroboter ein dünnes Kabel zur Stromversorgung, was seine Autonomie einschränkt. Die Ingenieure arbeiten daran, diese Limitation zu überwinden. Zukünftige Forschungen könnten drahtlose Ladesysteme erkunden oder, visionärer, Methoden, damit der Roboter Energie aus Umweltquellen bezieht – ein Konzept, das wie aus der Science-Fiction stammt, aber die Forschung in der bioinspirierten Robotik leitet 🤖.