EPFL entwickelt neues 3D-Druckverfahren für dichte Objekte aus Metall und Keramik

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Proceso de impresión 3D de EPFL mostrando densificación de metal y cerámica con microestructura uniforme y ausencia de porosidad

Die Schweizer Revolution im 3D-Druck

Die École Polytechnique Fédérale de Lausanne, weltweit bekannt als EPFL, hat einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der additiven Fertigung erzielt. Ihr neues 3D-Druckverfahren löst eines der hartnäckigsten Probleme der Branche: die Porosität in Metall- und Keramikbauteilen. Diese Innovation ermöglicht die Herstellung von Objekten mit einer Dichte nahe dem theoretischen Wert des Materials und überwindet die bisherigen Einschränkungen bei den mechanischen Eigenschaften der gedruckten Teile.

Das von den schweizerischen Forschern entwickelte Verfahren zeichnet sich durch seinen Fokus auf den Dichtungsprozess nach dem Druck aus. Während konventionelle Methoden während der Fertigung mit der Porenbildung kämpfen, hat das EPFL-Team die Sintrationsparameter optimiert und eine spezifische Wärmebehandlung entwickelt, die praktisch alle Restporosität eliminiert. Das Ergebnis sind Bauteile mit mechanischen Eigenschaften, die denen traditionell hergestellter Teile entsprechen.

Technische Vorteile des neuen Verfahrens

Das Geheimnis hinter der perfekten Verdichtung

Der innovative Prozess beginnt mit einem konventionellen 3D-Druck durch additive Fertigung, integriert jedoch eine entscheidende Nachbearbeitungsphase, in der die Magie geschieht. Die Forscher entdeckten, dass durch präzise Kontrolle der Sintrationsatmosphäre und Anwendung spezifischer thermischer Zyklen die notwendige atomare Migration zur Schließung aller Mikroporen erreicht werden kann. Diese Verdichtung beeinträchtigt nicht die komplexe Geometrie, die den 3D-Druck auszeichnet.

Die perfekte Dichte ist im 3D-Druck kein unerreichbares Ideal mehr

Der Schlüssel liegt im Verständnis der Kinetik der atomaren Diffusionsprozesse während der Wärmebehandlung. Die Wissenschaftler der EPFL haben Rechenmodelle entwickelt, die exakt vorhersagen, wie die Temperaturzyklen für jedes spezifische Material anzuwenden sind. Diese Anpassung des Prozesses gewährleistet optimale Ergebnisse unabhängig von der Legierung oder Keramikzusammensetzung.

Potenzielle industrielle Anwendungen

Die Implikationen dieser Technologie könnten zahlreiche Industriezweige transformieren, in denen Porosität der Achillesferse des 3D-Drucks war. Von Turbinen bei hohen Temperaturen bis zu Prothesen, die zyklische Belastungen aushalten müssen, sind die Anwendungen so vielfältig wie vielversprechend. Das Verfahren bewahrt zudem die Designfreiheit der additiven Fertigung und ermöglicht intricate Geometrien, die mit subtraktiven Methoden unmöglich sind.

Wer den 3D-Druck noch als Prototypentechnologie betrachtet, sollte seine Vorurteile vielleicht überdenken 🔧