Neue Titanosaurier-Art in Neuquén, Argentinien entdeckt

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Reconstrucción del nuevo titanosaurio de Neuquén en su entorno natural, con detalles del esqueleto fosilizado y escala comparativa con humanos.

Ein neuer patagonischer Riese: Der Titanosaurier, der Geheimnisse der Kreide offenbart

Ein Team argentinischer und spanischer Paläontologen hat die Entdeckung einer neuen Titanosaurier-Art in der Formation Bajo de la Carpa in der Provinz Neuquén, Patagonien Argentinien, angekündigt. Der Fund, der ein außergewöhnlich gut erhaltenes partielles Skelett umfasst, gehört zu einem Tier, das vor etwa 85 Millionen Jahren im Oberkreide lebte. Diese neue Art, die noch nicht offiziell benannt ist, stellt einen wichtigen ZwischenSchritt in der Erforschung der Evolution und Diversifikation der Titanosaurier dar, der Gruppe der Sauropoden, zu der die größten Tiere gehören, die je auf der Erde wandelten. 🦕

Eine Entdeckung im Land der Riesen

Was diesen Fund besonders bedeutsam macht, ist seine zeitliche und geographische Lage. Neuquén ist bereits berühmt dafür, einige der spektakulärsten Dinosaurier der Welt hervorgebracht zu haben, einschließlich Argentinosaurus und Patagotitan, aber diese neue Art scheint eine andere ökologische Nische zu besetzen. Mit einer geschätzten Länge von 12 Metern und einer Höhe von 3 Metern bis zur Hüfte war sie erheblich kleiner als ihre riesigen Verwandten und deutet auf eine adaptive Spezialisierung hin, die das Zusammenleben mehrerer Saurier-Art in demselben Ökosystem ermöglichte.

Auffällige anatomische Merkmale

Das geborgenes Skelett, das dorsale und kaudale Wirbel, Elemente des Beckengürtels und Knochen der Extremitäten umfasst, weist mehrere einzigartige Merkmale auf, die seine Klassifizierung als neue Art rechtfertigen.

Einzigartige Skelettmerkmale

Die Wirbel zeigen Dornfortsätze mit einer charakteristischen rautenförmigen Morphologie, die sich von allen anderen bekannten Titanosauriern unterscheidet. Die Beckenknochen zeigen Anpassungen für eine besonders kräftige Muskulatur und deuten auf eine spezialisierte Fortbewegung hin. Die Proportionen der Extremitäten legen nahe, dass dieses Tier agiler war als andere größere Titanosaurier und möglicherweise an Umgebungen mit dichterer Vegetation oder unebenem Gelände angepasst war.

Auffällige Merkmale:
  • Wirbel mit rautenförmigen Dornfortsätzen
  • Beckenanpassungen für kräftige Muskulatur
  • Extremitätenproportionen, die auf größere Beweglichkeit hindeuten
  • einzigartige neuronale Strukturen im Schwanz

Paläoökologische Implikationen

Die Entdeckung deutet darauf hin, dass die Ökosysteme des Oberkreide in Patagonien eine größere Diversität an Titanosauriern beherbergten, als man annahm, wobei verschiedene Arten spezifische ökologische Nischen besetzten. Während Arten wie Patagotitan sich auf das Erreichen hoher Vegetation spezialisierten, könnte diese neue Art auf niedrigeren Ebenen gegrast haben und so das Zusammenleben durch Ressourcenteilung ermöglichte. Dies unterstützt die Theorie, dass Südamerika ein Zentrum der Diversifikation der Titanosaurier war, bevor sie sich weltweit ausbreiteten.

Jeder neu entdeckte Titanosaurier ist wie das Finden eines anderen Teils desselben riesigen Puzzles.

Studienmethodik und Erhaltung

Die Fossilien wurden während einer Ausgrabungskampagne im Jahr 2022 entdeckt und erforderten über 1.500 Stunden Laborvorbereitung. Der Einsatz von Computertomographie ermöglichte die Untersuchung interner Strukturen ohne Beschädigung der Fossilien und offenbarte Details zur Pneumatisierung der Wirbel (Vorhandensein von Luftkammern), die das Skelettgewicht reduzierten. Die exzellente Erhaltung umfasst sogar Abdrücke von Muskelansätzen und liefert unschätzbare Informationen zur Biomechanik des Tieres.

Verwendete Untersuchungstechniken:
  • Computertomographie für interne Strukturen
  • Analyse der Knochenhistologie
  • 3D-Rekonstruktion mittels Fotogrammetrie
  • Finite-Elemente-Analyse für Biomechanik

Geologischer und zeitlicher Kontext

Die Formation Bajo de la Carpa repräsentiert ein semi-arides alluviales Ebenenumfeld mit ausgeprägten Jahreszeiten, in dem diese Titanosaurier Territorium mit fleischfressenden Dinosauriern wie Viavenator, terrestrischen Krokodilen und Schildkröten teilten. Die präzise Datierung mittels Analyse vulkanischer Zirkone datiert die Fundstätte in das Santonium-Campanium, eine kritische Periode in der Dinosaurier-Evolution kurz vor ihrem Aussterben. Dieser Kontext hilft zu verstehen, wie diese Ökosysteme eine solche Diversität an Megaherbivoren tragen konnten. 🌋

Ökosystemkontext:
  • Umfeld semi-arider alluvialer Ebenen
  • zeitgenössisch mit fleischfressenden Dinosauriern wie Viavenator
  • Vorhandensein terrestrischer Krokodile und Schildkröten
  • Klima mit ausgeprägten Jahreszeiten und Trockenperioden

Am Ende erinnert uns jede neue Entdeckung in dem reichen patagonischen Land daran, dass wir noch viel über das Dinosaurierzeitalter zu lernen haben, obwohl wir wahrscheinlich noch einige Entdeckungen mehr brauchen, um das Familienalbum dieser Riesen zu vervollständigen. 🔍