
Ein Team beschreibt den Stern, der die nahe Supernova SN 2025pht auslöste
Eine kürzliche Analyse gelingt es, die Eigenschaften des Vorstern zu definieren, der die Supernova SN 2025pht verursachte, ein helles stellare Ereignis in der Galaxie NGC 1637. Diese Arbeit nutzt einzigartige Beobachtungen, die genau vor der Explosion des Sterns aufgenommen wurden, und kombiniert Daten des Hubble-Weltraumteleskops und des James-Webb-Weltraumteleskops. 🪐
Ein einzigartiger Schnappschuss vor dem Kataklysmus
Die Astronomen erhielten, was als quasi-instantaner Schnappschuss der Natur des Sterns in seinen letzten Momenten betrachtet werden kann. Hubble entdeckte ihn zunächst 2001, aber James Webb beobachtete ihn 2024 in einem Dutzend spektraler Bänder kurz vor seiner Explosion. Der Stern zeigte Veränderungen in seiner Helligkeit, was darauf hindeutet, dass es sich um einen pulsierenden Variablenstern mit einem langen Zyklus von etwa 660 Tagen handeln könnte.
Hauptfunde der Studie:- Der Kandidat war ein extrem kalter roter Überriese mit einer Temperatur zwischen 2100 und 2500 Kelvin.
- Seine bolometrische Leuchtkraft wird auf log(L_bol/L_Sol)=5.08 geschätzt, mit einem Fehlerbereich von +/- 0.16.
- Das umgebende Medium des Sterns war sehr reich an Silikatstaub, wie die Modellierung der Strahlungstransferung enthüllte.
Zum ersten Mal hätte ohne die Archivbeobachtungen des JWST dieser Vorstern-Kandidat überhaupt nicht entdeckt und charakterisiert werden können.
Die Herausforderungen bei der Präzision der Daten
Das größte Hindernis bei der genauen Definition der stellarer Parameter war der Abstand zur Wirtsgalaxie. Das Team berechnet, dass NGC 1637 10,73 Megaparsec entfernt ist, mit einer Unsicherheit von +/- 1,76 Mpc. Darüber hinaus verdunkelte der interstellare Staub innerhalb der Galaxie selbst den Stern erheblich und verursachte eine visuelle Abschwächung von etwa 1,7 Größen.
Faktoren, die die Analyse erschwerten:- Die Unsicherheit im Abstand beeinflusst direkt die Berechnung der Leuchtkraft und der tatsächlichen Größe des Sterns.
- Die Extinktion durch Staub galaktisch und zirkumstellar maskierte seinen wahren Glanz und seine Farbe.
- Die optischen Daten von Hubble allein erlaubten keine vollständige Definition seiner Energiespektralverteilung.
Die entscheidende Rolle des James-Webb-Teleskops
Die Fähigkeiten im Infrarot des JWST waren entscheidend. Sie drangen durch den dichten Staubmantel, der den roten Riesen verbarg, und ermöglichten seine Entdeckung und Charakterisierung. Obwohl dieser Vorstern dem der Supernova SN 2023ixf ähnelt, könnte der von SN 2025pht der hellste identifizierte Kandidat bisher sein. Dieser Fall zeigt, dass kosmischer Staub nicht nur ein Hindernis ist; er kann einen massiven Stern, der kurz vor der Explosion steht, vollständig verbergen, bis ein ausreichend leistungsfähiges Instrument kommt, das hindurchsehen kann. 🔭