Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke in Carmona wird nie eröffnet

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Vista aérea del Circuito de Alta Velocidad de Carmona, mostrando su extensa recta principal de asfalto y el trazado completo desierto, rodeado por el terreno sevillano.

Ein Hochgeschwindigkeitsrennplatz in Carmona wird nie eröffnet

In den Außenbezirken von Carmona, Sevilla, trotzt eine Struktur aus Beton und Asphalt der Zeit. Es ist der Circuito de Alta Velocidad de Carmona, eine Anlage, die zum Testen von Fahrzeugen geschaffen wurde, die jedoch nie ihr erstes offizielles Auto erhielt. Obwohl ihr Bau einen sehr fortgeschrittenen Zustand erreichte, konnte sie nie für den Betrieb homologiert werden. Sie bleibt ein eingefrorenes Szenario, ein leerer Raum, der auf eine Funktion wartet, die nie stattfand. 🏁

Eine gigantische Gerade für extreme Geschwindigkeiten

Das Design dieses Rennplatzes ist sein markantestes Merkmal. Sein Hauptmerkmal ist eine Gerade von fast vier Kilometern, eine der längsten, die man in Europa finden kann. Diese Dimension machte es zum idealen Ort, damit Automobilhersteller die Höchstgeschwindigkeit ihrer Modelle bewerten und ihre Widerstandsfähigkeit über längere Zeiträume bei sehr hohen Rhythmen testen konnten. Der vollständige Streckenverlauf umfasst auch Kurven mit großem Radius und eine grundlegende technische Zone, die ein sehr fähiges Komplex für sein ursprüngliches Ziel darstellen.

Schlüsseltechnische Merkmale des Rennplatzes:
  • Hauptgerade: Etwa 4 Kilometer Länge, ideal für Höchstgeschwindigkeitstests.
  • Dynamischer Streckenverlauf: Umfasst schnelle Kurven, die die Stabilität des Fahrzeugs testen ermöglichen.
  • Grundinfrastruktur: Gebaute technische Zone und bereits fertige Asphaltoberfläche.
Ein technisch vorbereitetes Szenario, aber zum absoluten Schweigen verurteilt.

Die Finanzierung geht zu Ende und das Projekt scheitert

Die Bauarbeiten wurden gestoppt, als der Rennplatz bereits den Asphalt verlegt und die wesentlichen Einrichtungen errichtet hatte. Der Hauptgrund war der Mangel an Mitteln, um die letzten Details zu vollenden und vor allem, um die hohen Kosten für den Betrieb und die Wartung einer Anlage dieses Kalibers zu bewältigen. Zu diesem finanziellen Hindernis kamen administrative Hürden und die Unfähigkeit, ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu definieren. Da es keine Einrichtung gab, die sich um die tägliche Verwaltung kümmerte, war es unmöglich, die notwendige Homologation zu erhalten, was sein Schicksal besiegelte.

Faktoren, die zum Verlassen führten:
  • Unzureichendes Kapital, um den Rennplatz zu vollenden und zu betreiben.
  • Schwierigkeiten bei der administrativen und rechtlichen Projektverwaltung.
  • Fehlen eines tragfähigen Geschäftsplans und eines Managers, der ihn umsetzt.

Ein Beton-Erbe in der sevillanischen Campiña

Heute erhebt sich dieser Geisterrennplatz als Denkmal für ein ambitioniertes Projekt, das nicht realisiert werden konnte. Seine riesige Gerade und ihr vollständiger Streckenverlauf sind nur Zeugen des Windes und des Verlaufs der Zeit. Er ist zum perfekten Ort geworden, um sich ein Rennen vorzustellen, in dem der einzige Gegner zu besiegen der Schweigen und die eigene Ödnis des Raums ist. Sein aktueller Zustand lädt zur Reflexion über die Komplexität der Realisierung großer Infrastrukturen ein. 🏜️