
Ein Gericht in Mailand spricht Chiara Ferragni im Fall des wohltätigen Kuchens frei
Die italienische Justiz beendete ein Gerichtsverfahren von mehr als einem Jahr, indem sie feststellte, dass keine Beweise für eine Verurteilung der Influencerin und Unternehmerin Chiara Ferragni vorlagen. Die Anklage wegen Betrugs bezog sich auf die Werbung für einen Weihnachtskuchen und Oster-Eier, deren Kampagne einen wohltätigen Zweck suggerierte. Das Urteil entlastet ihre öffentliche Image und ihr Geschäftsimperium erheblich. 🏛️
Die Anklage: Versprechen von Spenden, die nicht eingehalten wurden
Die Mailänder Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Ferragni und das Lebensmittelunternehmen Balocco 2022 diese Süßwaren beworben hätten, indem sie suggerierten, dass ein Teil der Verkäufe dem Kinderkrankenhaus Regina Margherita in Turin zugutekommen würde. Die Ermittlungen zeigten jedoch, dass das Unternehmen die Spende bereits vor Beginn der Werbekampagne festgelegt und geleistet hatte. Der Kauf des Kuchens erhöhte daher nicht den Spendenbetrag, was zu Vorwürfen der täuschenden Werbung und der Nutzung einer soliden Sache zum Verkaufsförderung führte.
Schlüsselstellen der Ermittlung:- Die Kampagne wurde zu Weihnachten 2022 gestartet und verband die Verkäufe mit einem wohltätigen Zweck.
- Das Unternehmen Balocco hatte die Spende für das Krankenhaus im Voraus festgelegt und geleistet.
- Die Verbraucher konnten den Eindruck gewinnen, dass ihr Kauf eine neue Spende auslöse, was nicht der Fall war.
Die italienische Justiz urteilt, dass ein Kuchen manchmal nur ein Kuchen ist und kein Beweis für eine Anklage.
Folgen jenseits der strafrechtlichen Freisprechung
Obwohl das Strafgericht sie mangels stichhaltiger Beweise freisprach, hatte dieser Fall bereits andere rechtliche Konsequenzen. 2023 verhängte die italienische Antitrustbehörde (AGCM) gegen Ferragni und Balocco Bußgelder wegen unlauteren Geschäftspraktiken. Dieser Vorfall öffnete eine notwendige Debatte über die ethischen Grenzen im digitalen Marketing und die Verpflichtung der Influencer, die von ihnen verbreiteten Informationen zu überprüfen.
Auswirkungen des Falls auf die Branche:- Vorherige administrative Strafe durch die Wettbewerbsbehörde.
- Öffentliche Debatte über Transparenz in Zusammenarbeiten zwischen Marken und Influencern.
- Reputationsschaden für die Influencerin, die stets behauptete, auf die Angaben ihres Geschäftspartners vertraut zu haben.
Ein Präzedenzfall für Kampagnen mit sozialem Zweck
Das Urteil hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack bezüglich der Kommunikation von Initiativen mit sozialem Zweck in der Ära