
Ein vorheriges 3D-Modell eliminiert blinde Flecken in der Sicherheit
Die Planung eines effektiven Überwachungssystems hängt nicht mehr von Annahmen ab. Die Experten erstellen nun einen digitalen Zwilling des realen Raums mit 3D-Scan-Technologien. Dieses Modell wird zum ultimativen Testfeld, um jedes Komponente zu entwerfen, zu testen und zu verfeinern, bevor die physische Installation erfolgt, und eliminiert menschliche Fehler. 🎯
Die digitale Basis mit millimetrischer Präzision erstellen
Der erste Schritt ist die Erfassung der Realität. Ein Laserscanner wie der Leica RTC360 zeichnet die gesamte Geometrie einer Umgebung auf, z. B. eines Museums. Dieses Gerät erzeugt eine extrem dichte und präzise Punktwolke. Die Techniker verarbeiten diese Daten dann in spezialisierter Software wie Autodesk ReCap, um ein solides und einsatzbereites 3D-Modell zu generieren. Diese virtuelle Nachbildung enthält jede Säule, Vitrine und jeden Gang mit höchster Genauigkeit.
Schlüsselvorteile des initialen Scans:- Absolute Präzision: Maße und Hindernisse werden ohne Fehlerquote erfasst.
- Vollständige Dokumentation: Es entsteht ein permanenter 3D-Aufzeichnung des Standorts.
- Basis für Simulationen: Das Modell ist die Umgebung, in der das gesamte System getestet wird.
Der wahre Dieb in der Sicherheit ist die Annahme, dass das zufällige Platzieren von Kameras funktioniert. Die 3D-Simulation lässt Improvisation keine Chance.
Abdeckung im 3D-Engine simulieren und analysieren
Mit dem 3D-Modell, das in einen Engine wie Unreal Engine oder Unity geladen wird, beginnt die Phase des aktiven Designs. Die Planer platzieren virtuelle Überwachungskameras an den vorgeschlagenen Positionen. Sie konfigurieren reale technische Parameter: Brennweite, Auflösung, Neigungswinkel und Sichtfeld. Die Software rendert die Perspektive jeder Kamera und berechnet automatisch die abgedeckten Zonen sowie, entscheidend, die Schatten und Verdeckungen durch Umgebungsobjekte. So werden Korridore oder Ecken sichtbar, in denen sich eine Person unbemerkt bewegen könnte: die blinden Flecken.
Simulierte Parameter:- Sichtfeld (FOV) und effektive Reichweite jeder Kamera.
- Einfluss architektonischer Hindernisse und Möbel.
- Interaktion der Umgebungsbeleuchtung mit der Kamerasicht.
Design optimieren und Installation validieren
Das Identifizieren blinder Flecken ermöglicht sofortige Iterationen des Designs. Die Techniker passen Positionen an, wechseln Linsentypen oder fügen zusätzliche Geräte direkt im Modell hinzu. Tools wie das JVSG IP Video System Design Tool unterstützen diesen technischen Prozess. Das Endziel ist eine überlappende Abdeckung, bei der das Sichtfeld einer Kamera den blinden Bereich einer anderen abdeckt. Erst wenn die Simulation eine vollständige und lückenlose Abdeckung validiert, wird der Plan für die physische Installation freigegeben. Diese Methode spart Zeit, reduziert Kosten durch Nacharbeiten und gewährleistet, dass das System ab dem ersten Tag wie geplant funktioniert. ✅