
Einen Knochen mit einer Textur bewegen? In Blender ist das möglich
Obwohl Blender keine Texturen direkt mit einem Armature verbindet, kannst du Drivers verwenden, um ein Bild oder einen animierten Shader in echte Bewegung umzuwandeln. Du brauchst weder Python noch seltsame Add-ons: Nur Kreativität und etwas Nodel-Wissen.
Grundlegende Methode: Eine Textur verwenden, um einen Empty zu bewegen
Eine der saubersten Techniken besteht darin:
- Eine animierte Textur zu erstellen (z. B. Rauschen oder ein bewegtes Bild).
- Sie in einem Material auf eine Ebene oder einen Empty anzuwenden.
- Shader to RGB zu verwenden und die Kanäle mit Separate XYZ zu trennen.
- Diese Werte mit einem Value Node zu verbinden, der als Driver dient.
- Diesen Driver der Rotation, Position oder Skalierung eines Knochens des Rigs zuzuweisen.
Dieser Workflow ist ideal für Glitch-Effekte, Vibrationen oder organische Bewegungen wie Muskeln, Atmung oder externe Daten wie Audio.
Alternative mit Geometrie und Deformern
Eine andere kreative Methode ist:
- Displacement zu verwenden, um ein Mesh mit der Textur zu verformen.
- Surface Deform oder Mesh Deform zu nutzen, damit das Armature dieser animierten Oberfläche folgt.
So wird die von der Textur erzeugte Bewegung auf die Geometrie und dann auf die Knochen übertragen. Es ist etwas indirekter, funktioniert aber für unkonventionelle Simulationen.
Technische Überlegungen
Dieser experimentelle Rigging-Typ lässt sich nicht einfach als FBX oder in Engines wie Unity exportieren, ohne die Animation zu "backen". Am besten eignet er sich für interne Renders in Blender oder als Tool zur Erzeugung prozeduraler Bewegungen.
Abschließende Reflexion
Blender lässt dich ein ganzes Skelett mit einem Shader bewegen… aber es kann es noch nicht ohne Murren exportieren. So ist Blender: mächtig, chaotisch und voller Überraschungen.
Das Beste? Du brauchst keine Skripte. Nur Nodes, Logik und ein bisschen Kunst.