Die Übertragung von Rodalies weckt Zweifel darüber, wer bei Störungen verantwortlich ist

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Un tren de cercanías de Rodalies detenido en una estación, con un signo de interrogación superpuesto en la imagen, simbolizando la incertidumbre sobre la responsabilidad en la gestión.

Die Übergabe von Rodalies wirft Zweifel auf, wer für Störungen verantwortlich ist

Der Prozess, damit die Generalitat de Cataluña Rodalies verwaltet, schreitet voran, aber ein entscheidendes Problem bleibt ungelöst: klar zu bestimmen, wer verantwortlich ist, wenn ein Zug verspätet oder storniert wird. Das aktuelle Gesetz definiert die Zuständigkeiten der einzelnen Verwaltungen im Alltag nicht gut, was die Passagiere verwirren und die Problemlösung komplizierter machen kann 🚆.

Ein Managementmodell mit zwei Köpfen und einem Körper

Die zukünftige katalanische öffentliche Betreiberin wird die Leitung des Dienstes übernehmen, aber die Infrastruktur, die Gleise, bleiben unter der Kontrolle von Adif, einem staatlichen Unternehmen. Dieses Szenario zwingt zwei Einrichtungen aus unterschiedlichen Bereichen, eine autonome und eine staatliche, zu ständiger Kooperation. Wenn diese Koordination fehlschlägt, ist es wahrscheinlich, dass Verspätungen entstehen, und in diesem Moment gibt es kein transparentes Kriterium darüber, welche Verwaltung die Verantwortung gegenüber dem Nutzer übernimmt. Das Fehlen eines einheitlichen Protokolls zur Information und Bewältigung von Problemen beunruhigt die Reisendenverbände sehr.

Schlüsselkonfliktpunkte der Zuständigkeiten:
  • Der Betreiber (Generalitat) verwaltet Züge und Besatzungen, ist aber nicht Eigentümer der Gleise.
  • Der Infrastrukturmanager (Adif, staatlich) ist für die Wartung der Gleise und Signale verantwortlich.
  • Jede technische Störung erfordert eine vorherige Untersuchung, um die Schuld zuzuweisen, was den gesamten Prozess verlangsamt.
Die Unklarheit schadet dem Endnutzer, der nur einen zuverlässigen Schienendienst sucht und wissen möchte, an wen er sich wenden soll, wenn etwas schiefgeht.

Die Rechte des Reisenden in einem administrativen Limbo

Die europäische Normgebung verpflichtet zur Entschädigung der Passagiere bei erheblichen Verspätungen, aber die Anwendung dieser Regel kann zu einer mühsamen Aufgabe werden. Wenn die Ursache des Problems ein Versagen auf einer von Adif gehörenden Strecke ist, muss die Generalitat zahlen?. Die Verfahren zur Beantragung und Erhaltung einer Entschädigung können langsam und umständlich werden, wenn zuerst geklärt werden muss, wessen technische Verantwortung es ist. Diese Unklarheit stellt den Reisenden in eine vulnerable Position.

Praktische Konsequenzen für den Nutzer:
  • Mögliche extreme Langsamkeit bei Ansprüchen aufgrund der Klärung von Verantwortlichkeiten.
  • Verwirrung darüber, an welche Behörde die erste Beschwerde zu richten ist (katalanischer Betreiber vs. Adif).
  • Risiko, dass sich die Verwaltungen gegenseitig die Schuld zuschieben und der Nutzer dazwischen hängen bleibt.

Eine unsichere Zukunft für die Pünktlichkeit

In der Praxis stehen die Reisenden vor einer absurden Situation: Sie könnten gezwungen sein, zu erraten, ob ihre Verspätung Schuld von Madrid oder Barcelona ist, noch bevor sie wissen, ob ihr Zug überhaupt ankommt. Diese Unsicherheit untergräbt das Vertrauen in den Dienst und zeigt, dass jenseits der Übergabe der Zuständigkeiten dringend ein klares und agiles Rahmenwerk für Verantwortlichkeiten definiert werden muss, das den Passagier ins Zentrum stellt. Der Erfolg der Übertragung wird nicht nur daran gemessen, wer verwaltet, sondern daran, wie reagiert wird, wenn etwas schiefgeht 🤔.