
Wenn CG Panzer verschlingt (obwohl es niemand sieht) 🦑
Das deutsche Studio Trixter hat in The Suicide Squad gezeigt, dass manchmal die beeindruckendsten Effekte die sind, die nicht klar auf der Leinwand zu sehen sind. Ihre Arbeit an Charakteren wie Incubus und Enchantress ist eine Masterclass in VFX, obwohl der finale Schnitt einige ihrer atemberaubendsten Details versteckt hat.
Incubus: das Monster, das alles mitnahm (wörtlich)
Dieser CG-Schurke hatte eine versteckte Superkraft: es absorbierte Objekte in seinen Körper. Waffen, Fahrzeuge und sogar Miniaturpanzer schwebten in seinem Inneren als Teil eines tentakelartigen Simulationssystems, das in Houdini erstellt wurde. Das Problem? Im finalen Schnitt ist es kaum zu erkennen. ¡Typischer Fall von "Stunden Rendering für 2 Sekunden Bildschirm"! 😅
- Technik inspiriert von Edge of Tomorrow
- Flüssigkeitsdynamik-Simulationen für die visuelle "Verdauung"
- Prozedurale Texturen für das organische Innere
Enchantress: wenn nur das Gesicht echt ist
Interessanter Fakt: Nur das Gesicht von Cara Delevingne war echt. Sogar ihre Augenbrauen wurden digital nachgebildet, um Konsistenz mit dem CG-Körper zu wahren.
Das Team verwendete:
- Fortschrittliches Gesichtstracking
- Muskel-Simulationen mit Ziva Dynamics
- Haut-Shader mit Sub-Surface Scattering
Der geheime Pipeline: Python + Ziva
Trixter hat einen Großteil des Prozesses mit Python-Skripten automatisiert, die folgendes managten:
- Caching von Muskel-Simulationen
- Datenübertragung zwischen Abteilungen
- Render-Optimierung mit Arnold
💡 Tipp für Künstler: Wenn du mit 3ds Max arbeitest, kannst du diesen Workflow mit Thinkbox Deadline und Tools wie Redshift für verteiltes Rendering nachahmen.
Die Mayhem-Sequenz: Houdini als Star
Für die Schlacht in Corto Maltese haben die Künstler von Trixter erstellt:
- Sandexplosionen mit Pyro-Simulationen
- Ballistische Einschläge mit Partikeln
- Volumetrische Effekte für Schockwellen
All diese Magie kam aus Houdini und zeigt, warum es der König der FX ist.
Die Moral für den VFX-Künstler
Wie der Supervisor Alessandro Cioffi treffend sagte: "In dieser Branche erschaffst du manchmal ganze Universen... die am Ende hinter einem Gebäude oder einem Blitz versteckt werden". Aber hey, so ist das Kino! Und zumindest in den Breakdowns können wir mit all dieser unsichtbaren Arbeit angeben. 🎬
"Ich habe 72 Stunden diese unglaubliche Zerstörung gerendert... und auf dem Bildschirm sieht es aus wie ein verschwommener Pixel. #LebenEinesKünstlers" - Anonym, TD bei Trixter.