
Das Schlangenrobot von CMU sucht Überlebende in Trümmern
Im CMU Biorobotics Lab werden modulare Roboter entwickelt, die der Form einer Schlange nachempfunden sind. Ihre Hauptaufgabe ist es, in Katastrophengebiete vorzudringen, in die traditionelle Rettungsteams nicht gelangen können. Diese Geräte, genannt Snakebots, stellen ein lebenswichtiges Werkzeug dar, um eingeschlossene Personen zu lokalisieren. 🐍
Modulares Design für unwegsames Gelände
Der Körper des Roboters besteht aus mehreren identischen Segmenten, die durch motorisierte Gelenke verbunden sind. Jedes Modul verfügt über seinen eigenen Akku, eine Einheit zur Datenverarbeitung und Sensoren. Diese dezentrale Architektur ermöglicht es dem Roboter, sich koordiniert und anpassungsfähig zu bewegen und die Fortbewegungsweisen realer Schlangen nachzuahmen, wie seitliche Bewegung oder Konzertina-Bewegung. Die Biomimikry ist essenziell, um Stabilität zu gewährleisten und Hindernisse in einem chaotischen Trümmerfeld zu überwinden.
Schlüsselfähigkeiten des Snakebots:- Zugang zu engen Räumen: Seine längliche und flexible Form erlaubt es ihm, durch extrem enge Spalten und Rohre zu kriechen.
- Vielseitige Bewegung: Er kann über unebene Oberflächen klettern und sich in komplexem Gelände fortbewegen, wo Räder oder Beine versagen würden.
- Modulare Autonomie: Jedes Segment arbeitet halbautonom, was dem gesamten System Robustheit verleiht.
Das Ziel ist es, den Rettungsteams von innerhalb der Trümmer entscheidende Informationen zu liefern und die Rettungsarbeiten zu beschleunigen.
Sensoren zur Umgebungsanalyse
Im Kopf des Roboters ist ein Set aus Sensoren und einer Kamera integriert. Die Kamera überträgt Live-Video und gibt den Rettungskräften "Augen" im eingestürzten Bereich. Andere Sensoren sind darauf programmiert, die Lufttemperatur zu messen, giftige Gase zu erkennen und schwache Geräusche aufzufangen, was hilft, Lebenszeichen zu lokalisieren und strukturelle Risiken zu bewerten. Diese Fähigkeit zur Geländeerkennung ist grundlegend, um die sichere Extraktion der Überlebenden zu planen.
Funktionen der Erkennungssysteme:- Echtzeit-Vision: Die Kamera ermöglicht das Sehen des Weges und möglicher Opfer.
- Umweltanalyse: Gas- und Temperatursensoren warnen vor unsichtbaren Gefahren.
- Akustische Erkennung: Empfindliche Mikrofone können Schläge oder Stimmen hören.
Aktuelle Herausforderungen und Zukunft
Trotz seines fortschrittlichen Designs stößt die Technologie noch an Grenzen. Ein bedeutendes Problem ist, dass der Roboter nicht zuverlässig unterscheiden kann zwischen einem Stromkabel, einem Seil oder einer Wurzel. Diese Einschränkung kann dazu führen, dass das Gerät sich verheddert und eine Rettungsmission zu einem Problem wird, das die Ingenieure remote lösen müssen. Das Überwinden dieser und anderer Wahrnehmungsprobleme ist der nächste Schritt, um diese Schlangenroboter in realen Katastrophenszenarien noch effektiver und autonomer zu machen.