Die optische Polarisation enthüllt einen abgedunkelten Kern in GSN 069

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Imagen astronómica que muestra la galaxia GSN 069, con un esquema superpuesto de los conos de polarización y el gradiente de polarización radial medido desde el núcleo hacia el exterior.

Die optische Polarisation enthüllt einen erloschenen Kern in GSN 069

Eine neue dreidimensionale Analyse, durchgeführt mit dem Very Large Telescope (VLT), hat die Geheimnisse von GSN 069 vertieft, der Galaxie, in der erstmals die quasi-periodischen Röntgenausbrüche (QPEs) entdeckt wurden. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, den Ursprung der vergangenen nuklearen Aktivität zu entschlüsseln, die dieses kosmische System geformt hat. 🔭

Ein Polarisationgradient, der die Vergangenheit verrät

Die Messungen der optischen Polarimetrie haben eine Schlüsselentdeckung geliefert: Die Polarisation nimmt radial zu, beginnend bei Werten nahe 0% im Kern bis etwa 1,5% in äußeren Regionen. Dieses Muster ist kein Effekt des interstellaren Mediums, sondern intrinsisch dem zentralen Motor der Galaxie. Der Gradient dient als klares Zeichen eines Kerns, der nicht mehr aktiv ist, da das Licht, das in entfernten Strukturen gestreut wird, länger braucht, um zu uns zu gelangen, als das direkt reisende Licht.

Schlüsselergebnisse der Studie:
  • Der radiale Anstieg der Polarisation bestätigt das Vorhandensein einer ausgedehnten Emissionslinienregion, die zuvor entdeckt wurde.
  • Die Geometrie und die Lichtlaufzeit deuten darauf hin, dass wir die Echos einer Aktivität beobachten, die bereits eingestellt wurde.
  • Diese Daten schließen aus, dass das Muster durch lokale oder instrumentelle Phänomene verursacht wird.
Der Polarisationgradient ist das leuchtende Echo eines zentralen Motors, der erloschen ist. Das gestreute Licht erzählt eine Geschichte, die das direkte Licht nicht mehr offenbaren kann.

Die Geometrie des Gases zeichnet eine Reliktstruktur nach

Die Orientierung des Polarisationswinkels stimmt präzise mit der elongierten Verteilung des ionisierten Gases überein, die durch Emissionslinien wie [OIII], [NII] und H-Alpha beobachtbar ist. Diese geometrische Korrelation deutet darauf hin, dass die ausgedehnte Emissionsregion die Form von relikten Polarisationskegeln hat. Solche Strukturen werden typischerweise mit der historischen Präsenz eines Staub- und Gas-Torus um das supermassive zentrale Schwarze Loch assoziiert.

Implikationen dieser Geometrie: