
Die Euro-6e-bis-Norm ändert, wie Plug-in-Hybride bewertet werden
Die Aktualisierung der Norm Euro 6e-bis, die am ersten Tag des Jahres 2025 in Kraft trat, definiert den Prozess zur Typgenehmigung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgase von Automobilen neu. Diese Anpassung trifft voll auf Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV). Das frühere Verfahren erlaubte Tests mit vollständig geladener Batterie, was zu offiziellen Werten für Verbrauch und Verschmutzung führte, die extrem niedrig und auf der Straße schwer zu erreichen waren. Die neue Regel löst dieses Problem, indem sie Tests verlangt, die eine realistischere Fahrsituation nachahmen, in der der Benzin- oder Dieselmotor häufiger arbeitet. 🚗⚡
Das neue Messverfahren
Das Verfahren WLTP, das bereits verwendet wurde, wird aktualisiert. Statt systematisch mit voller Batterieenergie zu beginnen, simuliert der Test für PHEV nun einen üblichen Ladezustand. Der Kraftstoffverbrauch und die Emissionen werden mit der Batterie auf dem niedrigsten Niveau bewertet, was den Verbrennungsmotor zum Arbeiten zwingt. Dies liefert höhere offizielle Daten, die entscheidend näher an dem liegen, was ein Nutzer im Alltag wahrnimmt. Die Hersteller sind verpflichtet, diese neuen Werte zu veröffentlichen, was einen klareren Vergleich der Modelle ermöglicht.
Schlüsseländerungen im Protokoll:- Ein üblicherer und realistischerer Ladezustand der Batterie wird simuliert.
- Der Verbrennungsmotor muss während des Tests laufen, was die Verbrauchswerte erhöht.
- Die offiziellen Ergebnisse kommen der täglichen Fahrerfahrung näher.
Die Daten im Datenblatt gewinnen an Zuverlässigkeit und zeigen transparente reale Nutzungskosten.
Folgen für die Industrie und die Fahrer
Für Käuferpotenziale wird die technische Information zuverlässiger. Ein Plug-in-Hybrid, der zuvor 1,5 Liter pro 100 km anzeigte, kann nun Werte um 5 oder 6 Liter zeigen, je nach Modell. Dies verändert die Berechnung der tatsächlichen Nutzungskosten des Fahrzeugs und der deklarierten CO2-Tonnen. Für die Hersteller stellt es eine technische Herausforderung dar, die Effizienz ihrer Hybridsysteme weiter zu optimieren, da sie sich nicht mehr auf so vorteilhafte Messungen stützen können. Die Norm kann auch Steuern beeinflussen, die mit Emissionen in verschiedenen Ländern verbunden sind.
Sofortige Effekte:- Erhöhung der offiziellen Verbrauchs- und Emissionswerte in den Datenblättern.
- Druck auf Hersteller, die Effizienz im Thermomodus zu verbessern.
- Möglicherweise Anpassung umweltbezogener Steuern in verschiedenen Ländern.
Eine neue Realität für den Nutzer
Der Fahrer, der sein Plug-in-Hybridfahrzeug selten ans Netz anschloss, wird nun sehen, wie diese Gewohnheit in den offiziellen Dokumenten festgehalten wird. Die Euro 6e-bis bringt das Papier näher an die Straße und schließt eine Lücke, die unrealistische Werte erlaubte. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Markt zu transparenter zu machen und eine solide Vergleichsgrundlage zu bieten, bei der die angekündigte Effizienz endlich der erreichbaren ähnelt. 🔌📊