
Die Funktion zur Wiederaufnahme nach einem Stromausfall bei FDM-Druckern ist nicht zuverlässig
Viele 3D-Drucker, die die Firmware Marlin verwenden, bieten eine Option zum Wiederaufnahme eines Drucks nach einem Stromausfall. Allerdings ist dieses Werkzeug weit davon entfernt, perfekt zu sein, und verursacht oft mehr Probleme, als es löst. Seine Funktionsweise hängt von mehreren Faktoren ab, die oft außerhalb der Kontrolle des Benutzers liegen. ⚡
Der Wiederaufnahme-Mechanismus und seine Schwachstellen
Damit das System funktioniert, muss die Maschine den Status des Drucks in einem Speicher speichern, der beim Ausschalten nicht gelöscht wird. Dieser Prozess ist kritisch und wenn die Energie genau während des Schreibvorgangs unterbrochen wird, können die Daten beschädigt werden und unbrauchbar werden. Selbst wenn die Informationen korrekt gespeichert werden, ist die physische Herausforderung, den Kopf millimetergenau wieder zu positionieren, enorm. Eine minimale Abweichung, insbesondere in der vertikalen Achse, kann die gesamte Arbeit ruinieren.
Die Gründe, warum die Wiederaufnahme fehlschlägt:- Das Speichern des Fortschritts im Speicher kann korrupt werden, wenn der Ausfall abrupt ist.
- Die Wiederherstellung der horizontalen Position (X und Y) ist einfacher, aber das wahre Problem ist die präzise Wiederpositionierung der Z-Achse.
- Kleine mechanische Verschiebungen, ein nicht perfekt nivelliertes Bett oder eine verschobene Druckstück machen die gespeicherte Höhenreferenz ungültig.
Die Funktion verspricht, einen 20-stündigen Druck zu retten, aber manchmal ist das Heilmittel schlimmer als die Krankheit und hinterlässt eine Marke auf dem Stück.
Die große Herausforderung: Die Z-Koordinate
Während der Kopf für die Achsen X und Y leicht das Stück berühren kann, um seine Position zu finden, ist die Z-Höhe eine gefährliche Unbekannte. Wenn die Düse nur einen Bruchteil eines Millimeters tiefer positioniert wird als sie sollte, zieht sie und verformt den bereits abgesetzten Kunststoff. Wenn sie hingegen höher liegt, entsteht eine sichtbare Lücke zwischen den Schichten, was einen schwachen Punkt in der Struktur des Stücks erzeugt. Diese Unzuverlässigkeit ist die Achillesferse der Funktion.
Folgen eines Fehlers bei der Wiederpositionierung der Z-Achse:- Düse tiefer: Kollision mit dem Stück, Ziehen des Materials und Oberflächenschäden.
- Düse höher: Trennung zwischen Schichten, Lücke