
Die Europäische Union zwingt zum Ausreißen von Olivenbäumen, um den Markt zu kontrollieren
Um zu verhindern, dass der Preis für Olivenöl einbricht, hat die Europäische Union ein System eingeführt, das die Landwirte zwingt, ihre Produktionskapazität zu reduzieren. Dieser Mechanismus, der das Ausreißen von Bäumen und die Festlegung von Ernteobergrenzen umfasst, sorgt für heftige Kontroversen aufgrund seiner sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf ländliche Gebiete. 🌍
Das Funktionieren der Interventionsmaßnahmen
Diese Vorschriften sind im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) angesiedelt. Ihr Hauptziel ist es, Angebot und Nachfrage auszugleichen. Wenn ein Risiko für Überschüsse erkannt wird, werden Instrumente wie Prämien für das Entfernen von Olivenhainen aktiviert oder strenge Grenzen für die Produktionsmenge pro Hektar festgelegt. Obwohl die Produzenten eine Entschädigung erhalten, behaupten viele, dass diese Zahlung weder den zukünftigen Wert des Baums widerspiegelt noch den Schaden am landschaftlichen und kulturellen Erbe ausgleicht.
Hauptinstrumente der Kontrolle:- Prämien für das Ausreißen: Wirtschaftliche Anreize zur Beseitigung von Olivenhainen, insbesondere der weniger ertragreichen.
- Produktionsgrenzen: Es werden maximale Quoten für Oliven pro Anbaufläche festgelegt.
- Entschädigungen: Direkte Zahlungen an Landwirte, die ihre Produktionskapazität reduzieren.
Es scheint, dass man das Land zuerst destabilisieren muss, um den Markt zu stabilisieren. Eine Ironie, die denen, die sehen, wie ihr Lebensunterhalt buchstäblich ausgerissen wird, nicht gefällt.
Auswirkungen auf Beschäftigung und lokale Wirtschaft
Der Olivenanbau ist arbeitsintensiv. Durch die Reduzierung der Baumzahl und die Begrenzung der Ernte werden weniger Arbeitskräfte benötigt, was Regionen direkt trifft, in denen diese Tätigkeit die Hauptquelle des Einkommens ist. Der Verlust von Arbeitsplätzen beschränkt sich nicht auf das Land, sondern erstreckt sich auf Ölmühlen, Transport und die gesamte Hilfsindustrie, die mit dem Sektor verbunden ist.
Dokumentierte Folgen:- Zerstörung von Arbeitsplätzen: Der Sektor schätzt, dass jährlich etwa 15.000 Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten verloren gehen.
- Weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen: Die jährlichen Kosten für die Wirtschaft werden auf 800 bis 1.200 Millionen Euro geschätzt.
- Kettenreaktion: Der Einbruch betrifft die gesamte Wertschöpfungskette, vom Anbauer bis zum Exporteur des abgefüllten Öls.
Ein Gleichgewicht mit hohen sozialen Kosten
Während die EU mit diesen Maßnahmen eine Preiskrise vermeiden will, dreht sich die Debatte darum, ob der soziale und territoriale Preis zu hoch ist. Die Nachhaltigkeit eines Systems auf lange Sicht wird infrage gestellt, das, um den Markt zu schützen, das ländliche Abwandern beschleunigen und eine jahrhundertealte Landschaft und ein produktives Gefüge erodieren könnte. Die Herausforderung besteht darin, Lösungen zu finden, die die Zukunft der Gemeinschaften nicht für Preisstabilität opfern. ⚖️