Die Herkunft des Asteroiden Kamoʻoalewa: Hauptgürtel oder Mondfragment?

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Künstlerische Illustration, die zwei mögliche Ursprünge für den Asteroiden Kamo`oalewa kontrastiert: links der Hauptasteroidengürtel; rechts ein Einschlag auf dem Mond, der Material auswirft und den Krater Giordano Bruno hervorhebt.

Der Ursprung des Asteroiden Kamo`oalewa: Hauptgürtel oder Mondfragment?

Die Herkunft des erdnahen Asteroiden Kamo`oalewa, zentrales Ziel der bevorstehenden chinesischen Mission Tianwen-2, sorgt für eine wissenschaftliche Debatte. Eine kürzlich veröffentlichte Studie bewertet, ob es wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen gewöhnlichen Asteroiden aus dem Hauptgürtel handelt oder um ein Stück des Mondes, das durch einen alten Einschlag herausgeschleudert wurde. 🔍

Ein statistisches Modell zur Rückverfolgung des Ursprungs

Die Forscher verwendeten aktualisierte Modelle der Population von erdnahen Asteroiden (NEA), um zu berechnen, wie viele Objekte der Größe und Art von Kamo`oalewa in quasisatellitenartigen Umlaufbahnen existieren könnten. Sie verglichen zwei Quellen: den stetigen Zustrom aus dem Hauptgürtel und das Material, das der Einschlag erzeugt haben könnte, der den Krater Giordano Bruno auf dem Mond bildete.

Schlüsselresultate der Analyse:
  • Aus dem Hauptgürtel prognostiziert das Modell im Durchschnitt 1,23 Objekte, die Kamo`oalewa ähneln.
  • Aus dem Mondeneinschlag im Krater Giordano Bruno werden nur 0,042 Fragmente vergleichbarer Größe erwartet.
  • Der Unterschied von mehr als einer Größenordnung deutet darauf hin, dass ein asteroidalen Ursprung statistisch viel wahrscheinlicher ist.
Die Statistik spricht eindeutig für den Asteroidengürtel gegenüber dem Mond als Quelle von Kamo`oalewa, obwohl das letzte Wort bei der Probenrückführungsmission liegen wird.

Die Wirksamkeit der aktuellen astronomischen Suchprogramme

Die Studie simulierte auch, wie gut Suchprogramme wie Pan-STARRS diese schwachen Objekte erkennen können. Die Daten zeigen eine hohe Effizienz von 70 % bis 95 % für den Helligkeitsbereich von Kamo`oalewa, was mit der bekannten Population von Quasisatelliten übereinstimmt.

Die Zukunft der Erkennung:
  • Das zukünftige Vera-Rubin-Observatorium wird die Fähigkeit zur Entdeckung dieser Objekte verbessern und etwa 92 % davon erkennen können.
  • Diese Erkenntnisse stützen, dass NEA-Populationsmodelle die Existenz von Kamo`oalewa erklären können, ohne einen außergewöhnlichen Mondursprung anzunehmen.
  • Die Tianwen-2-Mission wird entscheidend sein, um seine Zusammensetzung und Herkunft endgültig zu bestätigen, wenn sie eine Probe zur Erde bringt.

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