Der Ersatztunnel für das Alaskan Way-Viadukt bleibt stecken

Veröffentlicht am 29. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
La tuneladora Bertha, una máquina gigante de color rojo, detenida dentro del túnel en construcción bajo la ciudad de Seattle, con iluminación de trabajo y estructuras de soporte visibles.

Der Ersatz-Tunnel des Alaskan-Way-Viadukts bleibt stecken

Das Vorhaben, den erhöhten Alaskan-Way-Viadukt in Seattle durch einen unterirdischen Tunnel zu ersetzen, stößt auf ein schwerwiegendes Problem. Bertha, die kolossalste Tunnelbohrmaschine der Welt, kommt nach kaum 1.000 Fuß Fortschritt vollständig zum Stillstand. Ein Hindernis an ihrem Schneidkopf, wahrscheinlich ein Metallrohr aus einer alten Bohrung, beschädigt die primären Dichtungen. Dadurch dringt Wasser und Sand ins Innere ein, was alles zum Stillstand zwingt. Die Maschine bleibt immobilisiert unter dem Boden und weckt Zweifel darüber, wie der Schaden behoben werden kann und wie lange das dauern wird. 🚧

Die Reparatur erfordert eine tiefgehende Ausgrabung

Um an den vorderen, beschädigten Teil von Bertha zu gelangen, planen die Ingenieure, einen Rettungsschacht von 120 Fuß Tiefe zu graben. Diese Aufgabe ist kompliziert und risikoreich, da sie neben Wolkenkratzern im Stadtzentrum ausgeführt wird. Das Projekt häuft erhebliche Verzögerungen und eine Budgetüberschreitung in Millionenhöhe an. Die Tunnelbohrmaschine bleibt stillstehen unter der Stadt für fast zwei Jahre, während Lösungen entworfen und umgesetzt werden. Dieser Vorfall verwandelt das Bauvorhaben in ein emblematisches Beispiel für die Gefahren groß angelegter Infrastrukturprojekte.

Schlüsselherausforderungen der Rettungsoperation:
  • Zugang zum beschädigten Schneidkopf, der in großer Tiefe unter der Stadt liegt.
  • Durchführung der Schachtausgrabung neben sensiblen Gebäuden ohne deren Stabilität zu beeinträchtigen.
  • Beherrschung der technischen Unsicherheiten und explodierender Kosten während der Stillstandsphase.
Diese Periode machte das Projekt zu einem häufig zitierten Beispiel für die Risiken groß angelegter Infrastrukturbauprojekte.

Das Bauvorhaben kann nach Überwindung des Hindernisses fortgesetzt werden

Nach einer umfassenden Rekonstruktion, die den Austausch des Schneidkopfs umfasst, nimmt Bertha Ende 2015 wieder ihren Betrieb auf. Die Maschine beendet 2017 das Bohren des etwa zwei Meilen langen Tunnels, allerdings mit einer erheblichen Verzögerung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Der Vorfall unterstreicht die Unvorhersehbarkeit des Bauens in dicht besiedelten städtischen Gebieten mit komplizierter Geologie. Obwohl der Tunnel schließlich für den Verkehr freigegeben wird, dient die Geschichte von Bertha als beharrliche Erinnerung an die technischen und logistischen Hürden in der modernen Ingenieurwissenschaft.

Folgen und Lehren aus dem Vorfall:
  • Es wird die Vulnerabilität der größten Maschinen gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen unter der Erde bestätigt.
  • Es wird die Notwendigkeit robuster Notfallpläne für megalomane Projekte hervorgehoben.
  • Die Erfahrung schafft ein Vermächtnis aus Vorsicht und Analyse für zukünftige städtische Tunnelbauprojekte.

Ein Vermächtnis überwundener Herausforderungen

Die Saga von Bertha führte sogar zu lokalen Späßen darüber, dass Seattle nun eine eigene permanente Touristenattraktion unter der Erde habe, wenn auch nicht genau die erwartete. Der Vorfall zeigte dennoch die Resilienz der Ingenieurwissenschaft bei der Lösung extremer Probleme. Der nun betriebsbereite Tunnel ist das physische Zeugnis eines monumentalen Einsatzes, der eine kritische Blockade überwunden hat. 🏗️