DGT-Direktor zweifelt an neuem europäischem Führerschein für 17-Jährige

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Pere Navarro, director general de la DGT, hablando en una rueda de prensa sobre seguridad vial, con gráficos de estadísticas de tráfico de fondo.

Der Direktor der DGT bezweifelt den neuen europäischen Führerschein für 17-Jährige

Eine neue Richtlinie der Europäischen Union hat in Spanien Kontroversen ausgelöst. Die Regelung, die 17-Jährigen erlaubt, die Führerschein-Klasse B zu erwerben, hat einen entschiedenen Gegner in der höchsten nationalen Verkehrsbehörde gefunden. Pere Navarro, Generaldirektor der DGT, hat offen seine Reservierungen und sein Misstrauen gegenüber dieser Maßnahme geäußert und sie als keinen Fortschritt für die Verkehrssicherheit auf den spanischen Straßen betrachtet. 🚦

Die Grundlagen des spanischen Skeptizismus

Navarros Haltung ist nicht zufällig; sie basiert auf dem restriktiven spanischen Modell für Fahranfänger, das einen strengeren Alkoholgrenzwert und ein reduziertes Punktekonto im ersten Jahr umfasst. Der Direktor argumentiert, dass der Kern des Problems nicht im chronologischen Alter liegt, sondern in dem Mangel an realer Fahrerfahrung. Aus seiner Sicht könnte eine Senkung des Mindestalters ohne eine parallele und signifikante Verstärkung der praktischen Ausbildung negative Auswirkungen haben. Die DGT setzt sich für die Intensivierung der Bildungsprogramme und der Sensibilisierung ab frühen Phasen ein, anstatt den Zugang zum Führerschein vorzuverlegen.

Schlüsselpunkte der DGT-Kritik:
  • Erfahrung vs. Alter: Die Fähigkeiten und die Übungszeit stehen im Vordergrund vor einer bloßen Reduzierung des Mindestalters.
  • Nationales Modell: Verteidigung des aktuellen spanischen Systems für Fahranfänger, das bereits als rigoros gilt.
  • Unzureichende Ausbildung: Warnung, dass die europäische Richtlinie keinen substanziellen Anstieg der praktischen Ausbildung am Steuer gewährleistet.
"Diese Maßnahme überzeugt mich nicht. Ich sehe keinen Fortschritt in der Verkehrssicherheit für unser Land." - Pere Navarro, Generaldirektor der DGT.

Eine Kollision der Visionen: Mobilität gegen Vorsicht

Die gemeinschaftliche Richtlinie zielt hauptsächlich auf die Harmonisierung der Vorschriften und die Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität junger Fahrer ab. Ihre Befürworter behaupten, sie ermögliche frühe Erfahrung unter Aufsicht, ein Modell mit guten Ergebnissen in anderen Mitgliedstaaten. Die vehemente Opposition der DGT wirft jedoch Schatten auf ihre effektive Umsetzung in Spanien und wirft eine entscheidende Frage auf: Wird diese Politik die Unfallstatistiken junger Fahrer verbessern oder im Gegenteil die Risiken erhöhen? 🤔

Offene Debatten durch die Umsetzung:
  • Pflichtaufsicht: Es wird bezweifelt, ob das Modell ein robustes und kontrolliertes Begleitsystem für Erwachsene einschließt.
  • Reale Harmonisierung: Es gibt Spannungen zwischen der einheitlichen europäischen Norm und der Befugnis der Staaten, eigene Sicherheitskriterien anzuwenden.
  • Statistischer Einfluss: Die Zweifel drehen sich darum, ob die Vorteile der Mobilität die potenziellen Verkehrsrisiken überwiegen.

Ein institutioneller Wettstreit in der Schwebe

Zusammenfassend stehen wir vor einem politischen und technischen Duell zwischen Brüssel und Madrid. Während die EU eine größere Bewegungsfreiheit für junge Menschen vorantreibt, tritt die spanische DGT auf die Bremse und plädiert für Vorsicht und umfassende Ausbildung. Der zukünftige Führerschein für 17-Jährige wird somit zwischen der Wahrnehmung als Mobilitätsrecht oder als möglicher Risikofaktor debattiert, der eine sehr wohlüberlegte nationale Umsetzung erfordert. Das Ergebnis dieses Debatten wird die Verkehrssicherheitspolitik für eine neue Generation von Fahrern prägen. ⚖️