Das Nationaldramatische Zentrum urauführt Grito, boda y sangre, eine Gebärdensprachversion von Lorca

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Fotografía de la escenografía o un momento de la obra Grito, boda y sangre en el escenario del Teatro María Guerrero, mostrando a las intérpretes utilizando la lengua de signos española.

Das National Dramatisches Zentrum uraufgeführt Grito, boda y sangre, eine Version von Lorca in Gebärdensprache

Das Theater María Guerrero präsentiert diesen Freitag ein innovatives Bühnenprojekt: Grito, boda y sangre. Dieses Stück besucht das klassische Bodas de Sangre von Federico García Lorca erneut und stellt die spanische Gebärdensprache ins Herz seiner Erzählung. Ein Ansatz, der radikal verändert, wie das Drama auf der Bühne wahrgenommen wird 🎭.

Die Gebärdensprache als Rückgrat der Inszenierung

Die künstlerische Leitung integriert die Gebärdensprache nicht als Ergänzung, sondern als Hauptkanal, um die Geschichte zu erzählen. Dies verändert die Dynamik der Szene und erfordert, dass sowohl die Besetzung als auch das Publikum sich an ein anderes Tempo und eine andere Wahrnehmungsweise anpassen. Die Inszenierung untersucht, wie Körper und Hände die Leidenschaft, den Konflikt und die Tragödie, die Lorca eigen sind, mit einer anderen Kraft kommunizieren können.

Schlüssellemente dieser Transformation:
  • Protagonismus von zwei tauben Schauspielerinnen, die die Codes der dramatischen Kommunikation neu definieren.
  • Die Gebärdensprache strukturiert die Erzählung und verlangt eine neue Bühnen-Syntax.
  • Das Publikum muss das Drama lesen durch Bewegung und Körpersprache.
Ein Dialog zwischen der Theatertradition und einem zeitgenössischen, inklusiven Bühnen-Ausdruck.

Das ländliche Drama aus einer neuen Sensibilität neu interpretieren

Das Stück bewahrt die Essenz des ursprünglichen Konflikts: eine Geschichte von Liebe, Ehre und Tod in einer ländlichen Umgebung. Es filtert sie jedoch durch die sinnliche Erfahrung seiner Interpreten. Diese Methode fügt dem Text eine zusätzliche Bedeutungsebene hinzu, indem sie die nonverbale Kommunikation und die Stille betont, die bereits in dem Werk des granadinischen Dichters entscheidend waren.

Aspekte, die in dieser Neuinterpretation hervorstechen:
  • Erhält die lorquianischen Themen von Liebe, Ehre und Tod in einer ländlichen Umgebung.
  • Fügt Tiefe hinzu, indem es das Nonverbale und die Kraft der Bühnenstille betont.
  • Stellt eine Herausforderung für die traditionelle Theaterwahrnehmung dar.

Eine Herausforderung für die konventionelle Theaterwahrnehmung

Diese Vorstellung stellt sich als direkte Herausforderung für diejenigen dar, die glauben, dass das Verständnis von Theater darauf reduziert werden kann, Worte zu hören. Sie erinnert daran, dass in Tragödien der Körper immer einen mächtigeren Schrei hat. Es ist eine Einladung, die dramatische Kraft aus einer inklusiven und erneuerten Perspektive zu erleben, in der jede Geste die Geschichte erzählt 👐.