Das Geistergefängnis von Nanclares de la Oca

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Vista aérea del moderno complejo penitenciario vacío en Nanclares de la Oca, mostrando sus patios desiertos y edificios impecables rodeados de vallas, bajo un cielo despejado.

Das Geistergefängnis von Nanclares de la Oca

Im baskischen Munizipio Nanclares de la Oca erhebt sich eine besondere Einrichtung: ein Gefängnis der neuesten Generation, das vollständig leer bleibt. Obwohl der Bau abgeschlossen ist und es mit allem Notwendigen ausgestattet ist, um zu funktionieren, hat es nie einen Insassen aufgenommen. Dieses Gebäude ist zu einem Symbol der öffentlichen Planung geworden, die die Realität nicht vorhersagen kann. 🏛️

Ein Projekt, das aus einer Fehlkalkulation entsteht

Die Behörden starteten dieses Projekt, da sie voraussahen, dass das spanische Gefängnissystem mehr Platz benötigen würde. Es wurde entworfen, um die Überbelegung anderer Zentren zu lindern, aber die Inhaftierungsraten stiegen nicht wie geschätzt an. Änderungen in den Gesetzen und in der Anwendung von Strafen ließen die Dringlichkeit für den Bau neuer Gefängnisse verpuffen. So verwandelte sich eine priorisierte Lösung sofort in ein unterausgelastetes Asset.

Merkmale der inaktiven Einrichtung:
  • Modernes Gefängniskomplex mit Zellen, Höfen und Gemeinschaftsräumen vollständig ausgestattet.
  • Der Bau wurde vor mehreren Jahren abgeschlossen und befindet sich in optimalem Erhaltungszustand.
  • Entworfen, um Insassen aufzunehmen, aber die Belegung war immer null.
Vielleicht erleidet das größte Strafmaß in Nanclares de la Oca der öffentliche Haushalt selbst, verurteilt zu einer ewigen Rechnung für einen Dienst, der nicht erbracht wird.

Der Preis, ein leeres Gebäude zu erhalten

Das Erhalten einer Struktur dieser Größe ohne Nutzung verursacht einen kontinuierlichen Aufwand für den Staatshaushalt. Obwohl es nicht betrieben wird, erfordert es Überwachung, grundlegende Wartungsarbeiten und die Zahlung von Versorgungsleistungen, um den Verfall zu verhindern. Dieser Aufwand, geringer als bei voller Belegung, löst eine ständige Debatte darüber aus, was mit dem Gebäude geschehen soll.

Vorgeschlagene Alternativen ohne Erfolg:
  • Das Komplex in ein Aufnahmezentrum für Migranten umwandeln.
  • Es für andere administrative oder logistische Zwecke umnutzen.
  • Keine dieser Ideen hat sich bisher umsetzen lassen.

Eine unsichere und kostspielige Zukunft

Das Geistergefängnis von Álava verkörpert ein Problem der öffentlichen Verwaltung: Investitionen in Infrastruktur basierend auf fehlgeschlagenen Prognosen. In der Zwischenzeit häufen sich die Kosten für die Erhaltung dieses weißen Elefanten. Die Debatte über sein Schicksal dauert an, aber die Einrichtung bleibt in einem ewigen Schweigen, in Erwartung einer Nutzung, die scheinbar nicht kommt. Der wahre Häftling hier ist das Steuergeld, gefangen in einem Kreislauf von Ausgaben ohne Rendite. 🔒