Das Dilemma des Tropfens, der sich weigert, Tropfen zu sein, und wie man die Form in RealFlow erhält

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Simulación en RealFlow mostrando gota perfectamente esférica deslizándose por superficie inclinada sin extenderse ni perder su forma característica

Wenn Tropfen sich entscheiden, Tischtücher zu werden

Das Problem des Tropfens, der sich ausbreitet, anstatt seine sphärische Form zu behalten, ist eines dieser Herausforderungen, die Anfänger von Experten in RealFlow trennen. Die Frustration ist verständlich, wenn du alle offensichtlichen Parameter ausprobiert hast und dein Tropfen sich immer noch mehr wie verschüttete Honig als wie ein echter Wassertropfen verhält. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass du gegen ein grundlegendes Ungleichgewicht zwischen den Kräften der Kohäsion und Adhäsion der Flüssigkeit kämpfst.

Die Tatsache, dass du mit surface tension, viscosity und external pressure experimentiert hast, zeigt, dass du auf dem richtigen Weg bist, aber wahrscheinlich sind die Werte nicht im richtigen Verhältnis. Der Schlüssel liegt nicht darin, einen einzelnen Parameter zu maximieren, sondern das perfekte Gleichgewicht zwischen mehreren zu finden.

Effektive Konfiguration der Oberflächenspannung

Die surface tension ist deine Hauptverbündete, aber sie braucht viel höhere Werte, als du intuitiv denken würdest. Für Wasser sind Werte zwischen 50 und 100 ein guter Ausgangspunkt. Allerdings reicht die Oberflächenspannung allein nicht aus – sie muss mit einer angemessenen Viskosität und einem korrekt konfigurierten Interaktionsradius zusammenarbeiten.

Im daemon de surface tension aktiviere use min/max und stelle einen max distance von 2-3 Mal dem Partikelradius ein. Das stellt sicher, dass die Oberflächenspannung konsistent auf den gesamten Tropfen wirkt, nicht nur lokal. Der Parameter strength sollte zwischen 5-20 liegen für die meisten Fälle.

Ein perfekter Tropfen ist wie ein guter Freund: Er behält seine Form unter Druck bei, weiß aber, wann er fließen soll

Kombination mit Viskosität und Dichte

Die Viskosität ist der zweite Pfeiler, um die Form zu erhalten. Werte zwischen 10 und 50 erzeugen dieses „klebrige“ Verhalten, das verhindert, dass sich der Tropfen zu schnell ausbreitet. Allerdings können sehr hohe Viskositäten den Tropfen wie Teer wirken lassen – der Trick besteht darin, den Sweet Spot zu finden, wo der Tropfen gleitet, aber nicht deformiert wird.

Die Dichte spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Werte zwischen 1000 und 2000 (ähnlich wie echtes Wasser) liefern die notwendige Trägheit, damit der Tropfen sein Momentum und seine Form behält. Sehr niedrige Dichten machen den Tropfen zu „leicht“ und anfällig für Deformationen.

Erweiterte Konfiguration mit spezialisierten Daemons

Zusätzlich zum Daemon der Oberflächenspannung kann der Daemon Coriolis helfen, die Kohäsion des Tropfens zu erhalten. Mit niedrigen Werten (0.1-0.5) konfiguriert, wirkt er wie eine sanfte Zentripetalkraft, die die Partikel zusammenhält. Er ist nicht physikalisch genau für Tropfen, funktioniert aber als effektiver creatives Hack.

Um speziell zu kontrollieren, wie der Tropfen mit der Oberfläche interagiert, verwende den Daemon Contact mit niedriger stickiness (0.1-0.3) und mäßiger Reibung (0.2-0.4). Das erlaubt dem Tropfen, zu gleiten, ohne sich zu sehr zu kleben oder übermäßig auszubreiten.

Optimierung des Emitters und der Auflösung

Die Partikelauflösung beeinflusst direkt die Fähigkeit des Tropfens, seine Form zu behalten. Bei zu wenigen Partikeln neigt der Tropfen dazu, sichtbare Polygone statt einer glatten Kugel zu bilden. Verwende mindestens 20.000-50.000 Partikel für einen mittelgroßen Tropfen, mit Radius zwischen 0.01-0.05.

Der Typ des Emitters ist ebenfalls wichtig. Ein Object-Emitter mit initialer sphärischer Form bietet eine viel stabilere Basis als ein Emitter mit losen Partikeln. Konfiguriere den Emitter so, dass er den gesamten Tropfen auf einmal erzeugt, anstatt kontinuierlich zu emittieren.

Das Beherrschen dieser Technik ermöglicht es dir, von realistischen Tautropfen bis hin zu kohesiven Flüssigkeitseffekten für kinematografische Projekte zu erstellen. Denn in RealFlow kann selbst der rebellischste Tropfen mit der richtigen Parameterkombination lernen, seine sphärische Eleganz zu bewahren 😏

Empfohlene Konfiguration zum Einstieg

Basisswerte für einen Wassertropfen:

Surface tension: 75
Viskosität: 25  
Dichte: 1000
Max distance: 0.15
Strength: 12
Auflösung: 30.000 Partikel