3D-Modellierung und -Druck von Grifflappen für Yamaha RX100 Modell 97

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Modelo 3D de una cacha lateral de Yamaha RX100 en Blender, mostrando detalles de anclajes y curvatura, junto a una impresion 3D terminada en material PETG.

Klassiker mit 3D-Druck wiederbeleben 🏍️

Wenn du deine Yamaha RX100 Modell 97 restaurierst und nach den seitlichen Verkleidungen suchst, gehörst du zu einem wachsenden Club von Enthusiasten, die auf 3D-Druck zurückgreifen, wenn Originalteile unmöglich zu finden sind. Programme wie Blender 4.1, Autodesk Fusion 360 oder ZBrush 2025 ermöglichen die Modellierung dieser Teile mit überraschend hohem Detailgrad, indem sie exakte Kurven und Befestigungen für einen perfekten Sitz erfassen. Der Weg ist nicht immer einfach – Scans sind selten verfügbar – aber das Ergebnis lohnt jede Stunde der Modellierung.

Scan- und Vorbereitungsprozess

Wenn du eine Originalverkleidung in gutem Zustand hast, beschleunigt ein 3D-Scan den Prozess enorm. Mit einem Scanner wie dem Creality CR Scan oder Fotogrammetrie-Apps auf Smartphones mit RealityCapture wird die Basisgeometrie erfasst. Dieser rohe Scan wird in Blender oder Fusion 360 importiert für die Reinigung: Artefakte entfernen, Löcher füllen und Verformungen korrigieren. Werkzeuge wie Remesh oder Sculpting helfen, beschädigte Bereiche zu rekonstruieren, während Boolean operations sicherstellen, dass die Befestigungslöcher mit denen des Motorrads übereinstimmen. 🔧

Modellierung von Grund auf mit Referenzen

Wenn keine Originalteile zum Scannen vorhanden sind, ist die Modellierung von Grund auf die Option. Es beginnt mit ausgerichteten Referenzfotos in orthografischen Ansichten in Blender. Mit NURBS-Kurven oder polygonalem Modeling werden die Hauptumrisse nachgezeichnet, extrudiert und angepasst, bis die 3D-Form erreicht ist. Es ist entscheidend, die Maße ständig mit Messschiebern oder technischen Zeichnungen zu überprüfen, falls verfügbar. Modifikatoren wie Subdivision Surface glätten die Kurven, während Solidify eine gleichmäßige Dicke zur Teile hinzufügt.

Das Modellieren einer Verkleidung ist nicht nur das Nachbilden einer Form; es ist das Erfassen der Ergonomie einer Motorrad-Ära.

Vorbereitung für den 3D-Druck

Sobald das Modell fertig ist, wird es in Druckformate wie STL oder OBJ exportiert. In Slicing-Software wie Ultimaker Cura 6 oder PrusaSlicer 3.6 werden Schlüsselpparameter angepasst:

Die Materialwahl – PLA für Einfachheit oder PETG für Stoß- und Hitzebeständigkeit – hängt von der geplanten Nutzung ab.

Tests und iterative Anpassungen

Kein Modell ist beim ersten Versuch perfekt. Der Druck eines Prototyps in niedriger Qualität (0.3mm Lagenhöhe, 10% Füllung) erlaubt die Überprüfung des Sitzes am Motorrad, ohne viel Zeit oder Filament zu verbrauchen. Häufige Anpassungen umfassen:

Diese Iterationen stellen sicher, dass die Endversion wie angegossen sitzt.

Nachbearbeitung nach dem Druck

Nach dem Druck der finalen Version werden Unebenheiten mit aufsteigendem Schleifpapier (von 120 bis 600 Körnung) geschliffen. Für ein professionelles Finish wird Modellermasse in dünnen Schichten aufgetragen, erneut geschliffen und mit passendem Automobilspray in der Originalfarbe des Motorrads lackiert. Optional schützt ein Klarlack die Farbe und verleiht Glanz.

Während deine Yamaha RX100 ihren 90er-Jahre-Glanz zurückgewinnt, beweist dein 3D-Drucker, dass die Zukunft manchmal die einzige Möglichkeit ist, die Vergangenheit zu erhalten. Und wenn die Katze die Verkleidung als Kratzbaum testet, kannst du ihr immer eine eigene drucken… in PLA Bone-Farbe. 😅