Astronomen messen erstmals die Masse eines wandernden Planeten der Größe des Saturns

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Ilustración artística de un planeta gigante gaseoso, similar a Saturno, flotando libremente en el espacio interestelar oscuro, con una tenue luz de fondo distorsionada por el efecto de lente gravitacional.

Astronomen messen erstmals die Masse eines wandernden Planeten von der Größe des Saturns

Die Astronomie hat einen Meilenstein erreicht, indem sie die Masse eines durch direkte Messung wandernden Planeten ermittelt hat, einer Welt, die durch den Raum zieht, ohne an die Gravitation eines Sterns gebunden zu sein. Dieses Objekt, das als OGLE-2016-BLG-1928 bezeichnet wird, hat Abmessungen, die mit denen des Saturns vergleichbar sind, und seine Studie, die 2026 veröffentlicht wurde, öffnet ein neues Fenster, um die Natur dieser einsamen Himmelskörper zu verstehen. 🪐

Die Technik, die das Unsichtbare enthüllt

Um diese Messung zu erreichen, haben die Wissenschaftler die Methode der gravitativen Mikrolinse eingesetzt. Diese Technik nutzt aus, wie die Gravitation eines massiven Objekts, wie dieses Planeten, den Raum-Zeit krümmt und wie eine Lupe wirkt, indem sie temporär das Licht eines viel weiter entfernten Sterns im Hintergrund verstärkt. Die präzise Analyse der Dauer und Form dieses Helligkeitsanstiegs war entscheidend.

Schlüsselfaktoren für die Berechnung:
  • Die Lichtkrümmung und das beobachtete Helligkeitsmuster während des Mikrolinsen-Ereignisses.
  • Ergänzende astrometrische Daten von Missionen wie Gaia der Europäischen Weltraumagentur.
  • Die Kombination dieser Daten ermöglichte es, sowohl die Masse des Planeten als auch seine ungefähre Entfernung abzuleiten.
Diese Methode ist eine der wenigen, die in der Lage sind, Objekte planetarer Masse zu entdecken, die keinen Stern umkreisen.

Eine verborgene Population in der Galaxis

Diese Entdeckung verstärkt die Idee, dass die Milchstraße eine üppige Population wandernder Planeten enthalten könnte. Einige dieser Welten könnten auf ähnliche Weise entstanden sein wie Sterne, durch den direkten Kollaps kleiner Gas- und Staubwolken, und nicht notwendigerweise aus einem Planetensystem ausgestoßen worden sein.

Implikationen der Entdeckung:
  • Hilft, Theorien über die verschiedenen Mechanismen der Planetenbildung zu testen.
  • Ermöglicht die Erforschung der diffusen Grenzen, die gasförmige Riesenplaneten von Braunen Zwergen trennen.
  • Zukünftige Teleskope wie das Nancy Grace Roman der NASA werden aktiv nach mehr dieser schwer fassbaren Objekte suchen.

Unabhängige Welten und zukünftige Erkundungen

Das Studium wandernder Planeten ist wie die Beobachtung von autonom arbeitenden Projekten, die nicht von einem zentralen Stern abhängen. Dieser Erfolg bestätigt nicht nur die Existenz dieser einsamen Welten, sondern etabliert auch eine solide Methode, um sie zu charakterisieren. Die Fähigkeit, ihre Masse zu messen, ist ein grundlegender Schritt, um ihren Ursprung, ihre Zusammensetzung und wie häufig sie wirklich im Kosmos sind, zu enthüllen. 🔭