Voyager 1 schaltet sein achtes Instrument ab, um ein Jahr Lebensdauer zu gewinnen

22. April 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die NASA hat eine drastische Maßnahme mit der erfahrenen Sonde Voyager 1 ergriffen. Um Energie zu sparen und ihre Mission zu verlängern, hat sie das wissenschaftliche Instrument Lecp abgeschaltet. Damit sind nun acht Systeme abgeschaltet. Die Raumsonde, die von einem Kernkraftgenerator abhängt, der sich mit der Zeit abbaut, benötigt diese Maßnahmen, um weiterhin betrieben werden zu können. Das Ziel ist, Zeit zu gewinnen, bis eine komplexere Softwarelösung implementiert wird, die für in zwei Jahren geplant ist. 🛰️

Die Raumsonde Voyager 1 im Weltraum, mit einem Diagramm, das das Abschalten ihres achten Instruments zur Einsparung von Kernenergie zeigt.

Der Plan Big Bang: eine Software-Neuerfindung für Hardware aus den 70ern 💾

Die langfristige Lösung heißt Big Bang, ein Plan für 2026. Er besteht darin, mehrere Subsysteme per Software durch Versionen mit niedrigem Energieverbrauch zu ersetzen. Die Idee ist, kritische Funktionen so umzuprogrammieren, dass sie weniger Energie vom schwindenden Radioisotopengenerator verbrauchen. Zuerst wird er an der Voyager 2 getestet, die sich in einer ähnlichen Situation befindet. Wenn die Tests positiv sind, würde das Update im Juli an die Voyager 1 gesendet werden. Die Herausforderung besteht darin, den Code eines Computers mit jahrzehntealter Technik zu ändern, ohne seine interstellare Reise zu unterbrechen.

Dinge abschalten, damit es nicht ausgeht: die Logik der interstellaren Reise 🔋

Die Strategie der NASA hat einen Hauch von Haushalts-Überlebenshandbuch. Wenn die Batterie der Fernbedienung schwach ist, nimmt man die Batterien aus einem anderen Gerät, das man nicht benutzt. Die Voyager 1 hat bereits die Energie von acht ihrer wissenschaftlichen 'Haushaltsgeräte' gespendet. Jetzt bereiten die Ingenieure einen massiven Remote-Hack vor, wie das Austauschen der Glühbirnen zu Hause gegen LEDs, aber in 24 Milliarden Kilometern Entfernung. Alles, damit diese technologische Großmutter noch ein bisschen länger kosmische Postkarten senden kann.