Renfe hat einen Wettbewerb zur Beschaffung von 30 bis 40 neuen Hochgeschwindigkeitszügen ausgeschrieben. Ziel ist die Erneuerung einer Flotte, die mehr Kopfschmerzen als Freude bereitet hat. Die Betreiberin will eine Wiederholung des Desasters mit den Talgo Avril vermeiden, deren Einführung sich um mehr als zwei Jahre verzögerte und zahlreiche technische Störungen verursachte. Daher wird bei dieser Ausschreibung die Zuverlässigkeit höher bewertet als die Kosten.
Eisenbahntechnologie: Zuverlässigkeit als Schlüsselkriterium 🚄
Die neuen Züge müssen technische Spezifikationen erfüllen, die einen kontinuierlichen und vorhersehbaren Dienst gewährleisten. Renfe hat ein Bewertungssystem eingeführt, bei dem die Qualität mehr wiegt als der Preis – eine ungewöhnliche Entscheidung in einer Branche, in der normalerweise die niedrigen Kosten dominieren. Gefordert werden redundante Antriebssysteme, hochmoderne regenerative Bremsen und eine vorausschauende Wartung auf Basis von Sensoren. Alles, damit der nächste AVE-Ausfall nicht auf einen grundlegenden Konstruktionsfehler zurückzuführen ist.
Die Lektion der Avril: Besser spät als nie, aber nicht so spät ⏳
Die Talgo Avril kamen mit zwei Jahren Verspätung und als sie endlich fuhren, hatten sie mehr Pannen als ein Gebrauchtwagen. Renfe hat die Lektion gelernt: Jetzt werden Züge verlangt, die nicht nur schön sind, sondern auch funktionieren. Allerdings können sich die Fahrgäste, die aufgrund der Avril ihre Anschlüsse verloren haben, damit trösten, dass ihre Verspätungen zumindest dazu beigetragen haben, dass Renfe etwas anspruchsvoller geworden ist. Gut, dass der AVE nicht wie der Phönix ist, denn dieser brauchte länger, um sich zu erheben.