Forscher des MIT haben mikroskopisch kleine, weiche Strukturen geschaffen, die mit einem einfachen Magneten gesteuert werden. Das Team druckte in 3D einen Greifer in Lutscherform, kleiner als ein Sandkorn, der sich wie eine Fliegenfalle schließt, sobald er ein magnetisches Signal erhält. Der Schlüssel war die Lösung des Problems, wie Nanopartikel aus Eisenoxid integriert werden können, ohne den Druckprozess zu beeinträchtigen.
Zwei Schritte, um die Streuung des Laserlichts zu besiegen 🧲
Das anfängliche Problem war, dass die magnetischen Partikel das Laserlicht streuen und so einen präzisen Druck verhindern. Die Lösung war ein zweistufiger Prozess: Zuerst wurde mit Zwei-Photonen-Lithographie eine Mikrostruktur aus Gel gedruckt; dann wurde sie in eine Lösung mit Eisenionen und anschließend in eine mit Hydroxidionen getaucht. Dadurch bildeten sich magnetische Nanopartikel im Gel. Durch Anpassung der Laserleistung kontrollierten sie die Dichte des Gels und die Menge der absorbierten Partikel und wiesen verschiedenen Bereichen unterschiedliche Magnetisierungsgrade zu.
Fliegenfalle für die Roboter der Zukunft 🤖
Jetzt fehlt nur noch, dass irgendein Genie beschließt, diese Technologie zu nutzen, um eine Armee mikroskopischer Pinzetten zu erschaffen, die uns die Krümel vom Tisch stehlen oder, schlimmer noch, dass ein zerstreuter Magnet den Greifer an den Kühlschrank klebt und wir ihn mit der Lupe suchen müssen. Glücklicherweise versichern die Forscher, dass die Steuerung präzise ist. Aber wir wissen ja, wie diese Experimente enden: Irgendwann wird jemand versuchen, mit einer Magnetangel ein Bakterium zu angeln.