Eine Studie in der Zeitschrift Royal Society Open Science wendet Perkolationsmodelle, die zum Verständnis von vulkanischen Gasen und geologischen Flüssigkeiten verwendet werden, auf die Zubereitung von Espresso an. Fabian Wadsworth, Geowissenschaftler an der Ludwig-Maximilians-Universität, nutzte Kaffee als pädagogisches Werkzeug, um diese Konzepte zu vermitteln, und entdeckte, dass dieselbe Physik, die Eruptionen erklärt, auch die optimale Extraktion bestimmt.
Geophysikalische Modelle angewandt auf Kaffee ☕
Wadsworths Team analysierte die Dynamik von Wasser unter Druck durch gemahlenen Kaffee, wobei der Siebträger als poröses Medium behandelt wurde. Durch Variation des Mahlgrads und der Verdichtung maßen sie die Fließgeschwindigkeit und den Widerstand. Die Daten passen zu Perkolationsgleichungen, die den genauen Punkt vorhersagen, an dem Wasser Verbindungen extrahiert, ohne das Bett zu sättigen. Dies ermöglicht die Berechnung des idealen Mahlgrads für jede Maschine und Dosis.
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Die Wissenschaft bestätigt, was Kaffeepuristen bereits ahnten: Einen Espresso zuzubereiten ist komplexer als ein Vulkanausbruch. Aber keine Sorge, wenn dein Kaffee wässrig ist, gib nicht dem Barista die Schuld; gib dem Darcy-Gesetz die Schuld. Und wenn du Kapseln verwendest, kann die Physik dich nicht vor diesem Geschmack von nasser Pappe retten.