Der neue Multiplayer-Töpferei-Brawler Kiln, entwickelt von Double Fine Productions und veröffentlicht von Xbox Game Studios, erschien am 23. April für Xbox Series, PC und PlayStation 5. Sein Debüt auf Steam war jedoch kalt wie ungebrannter Ton. Laut SteamDB verzeichnete das Spiel einen Spitzenwert von nur 193 gleichzeitigen Spielern, eine Zahl, die bereits unter 100 gefallen ist und damit die schwache Leistung seines Vorgängers Keeper wiederholt.
Eine Grafikengine, die das Interesse nicht formen kann 🏺
Kiln verwendet die proprietäre Engine von Double Fine, optimiert für Echtzeit-Tonphysik und Keramikbrüche. Technisch bietet das Spiel Partien mit bis zu 8 Spielern in zerstörbaren Umgebungen mit prozeduraler Objektverformung. Allerdings hat der Mangel an anfänglichem Inhalt – nur 3 Karten und 2 Spielmodi – gepaart mit einer langsamen Matchmaking-Rate in sekundären Regionen seine Reichweite eingeschränkt. Das Fehlen dedizierter Server auf Steam wurde ebenfalls als Faktor genannt, der die Spielerbindung hemmt.
Der Ofen erlischt, bevor er heiß wird 🔥
Mit weniger als 100 virtuellen Töpfern, die herumlaufen, wirkt Kiln eher wie eine leere Werkstatt an einem Sonntagmorgen als wie ein Multiplayer-Brawler. Vielleicht vertraute Double Fine darauf, dass die Öffentlichkeit darum kämpfen würde, virtuelle Teller zu werfen, vergaß aber, dass man zuerst jemanden braucht, dem man sie zuwerfen kann. Zumindest können die wenigen, die noch übrig sind, damit prahlen, Teil einer exklusiven Elite zu sein: derjenigen, die Titel spielen, an die sich nicht einmal ihre eigenen Entwickler erinnern, sie veröffentlicht zu haben.