Karakorum enthüllt mit SQUID-Sensoren ohne Ausgrabung

22. April 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Ein internationales Team hat eine detaillierte Karte von Karakorum, der alten Hauptstadt des Mongolischen Reiches, mithilfe einer nicht-invasiven Technik erstellt. Mit SQUID-Sensoren haben sie unterirdische Strukturen kartiert und Straßen und Gebäude nachgezeichnet, ohne auch nur ein Gramm Erde zu bewegen. Dieser Ansatz bewahrt die archäologische Stätte und bietet einen neuen Einblick in die Stadtplanung eines historischen Machtzentrums.

Luftbild der Steppe mit überlagertem digitalen Karte der unterirdischen Strukturen der alten mongolischen Hauptstadt.

Wie die hochempfindliche Magnetometrie funktioniert 🧲

Die Schlüsseltechnologie ist ein SQUID-Magnetometer, das winzige Schwankungen im Erdmagnetfeld misst. Archäologische Überreste wie Öfen, Feuerstellen oder verbrannte Materialien besitzen eine thermoremanente Magnetisierung, die das Feld lokal verändert. Der Sensor, der auf einem mobilen System montiert ist, zeichnet diese Anomalien mit hoher Präzision auf. Die anschließend verarbeiteten Daten erzeugen eine Karte der vergrabenen Strukturen und unterscheiden zwischen Steinmauern, metallurgischen Aktivitätsbereichen oder alten Abfallgruben.

Dschingis Khan würde diese lautlose Spionage gutheißen 🐎

Es ist kurios, dass zur Enthüllung der Geheimnisse des expansivsten und gefürchtetsten Reiches eine so unauffällige Methode verwendet wird. Während seine Armeen lärmend zu Pferde eroberten, ziehen nun Wissenschaftler lautlos mit einem Gerät vorbei, das magnetische Flüster einfängt. Zweifellos ist es eine Form der archäologischen Spionage, die dem Khan selbst gefallen hätte: alle Informationen zu erhalten, ohne dass der Feind, in diesem Fall die Erde, überhaupt etwas davon mitbekommt. Ein technologischer statt militärischer Vorstoß.