Das Oak Ridge National Laboratory (ORNL) setzt großformatigen 3D-Druck für den Bau von Kernreaktoren ein. Das von Ahmed Arabi Hassan geleitete Projekt zielt darauf ab, die Fertigungszeiten für Strukturkomponenten von Monaten auf Wochen zu verkürzen, indem Geometrien genutzt werden, die mit herkömmlichen Methoden unmöglich sind. Die Initiative wird bereits im ersten Salzschmelzreaktor der USA am historischen Standort K-25 umgesetzt.
Additive Fertigung für Abschirmungen und Kühlkanäle ⚛️
Die Technik ermöglicht die Herstellung von Teilen mit komplexen Formen, wie internen Abschirmungen und gebogenen Kühlkanälen, die mit Betonschalungen nicht realisierbar wären. ORNL verwendet großformatige Drucker, die Material Schicht für Schicht auftragen und dabei Polymere und Keramikverbundstoffe nutzen. Dies macht Formen überflüssig und reduziert Materialabfälle. Die Maßgenauigkeit übertrifft die manueller Prozesse und beschleunigt die Endmontage des Reaktors.
Jetzt wird der Atomkern gedruckt wie ein IKEA-Möbelstück 🖨️
Die Ingenieure sind vom monatelangen Betonieren dazu übergegangen, den Druckknopf zu drücken und zu warten, bis das Bauteil heiß aus dem Drucker kommt. Wenn alles gut geht, hat der Reaktor perfekte Kühlkanäle. Wenn es schiefgeht, haben sie einen radioaktiven Briefbeschwerer von 200 Kilo. Wenigstens gibt man jetzt nicht mehr dem Schalungsbauer die Schuld, sondern der STL-Datei. Die Kernenergie war noch nie so nah an einem Softwarefehler dran.