Ein Fund im White-Sands-Nationalpark, New Mexico, hat die akzeptierte Chronologie der Besiedlung Amerikas verändert. Versteinerte Fußabdrücke, präzise auf ein Alter von 23.000 Jahren datiert, belegen eine menschliche Präsenz Tausende von Jahren vor der von der Theorie des eisfreien Korridors vertretenen Zeit. Diese Entdeckung platziert menschliche Gruppen während des Letzten Glazialen Maximums in Nordamerika.
Radiokarbondatierung von Wassersamen: der technische Schlüssel 🔬
Die Datierung wurde an zahlreichen Samen der Wasserpflanze Ruppia cirrhosa durchgeführt, die in den Sedimentschichten direkt über und unter den Fußabdrücken gefunden wurden. Für die Radiokarbonanalyse wurde die Beschleuniger-Massenspektrometrie eingesetzt. Diese Methode, angewendet auf ein so spezifisches organisches Material in einem versiegelten stratigraphischen Kontext, bietet eine höhere Zuverlässigkeit als frühere Versuche mit umstritteneren Materialien. Die Technik ermöglichte es, das Alter mit einem sehr klar definierten Zeitfenster einzugrenzen.
Die Familienreise mitten in der Eiszeit planen 🧊
Das Bild dieser Pioniere, die durch den Schlamm von White Sands wandern, lädt zu kuriosen Überlegungen ein. Sie hatten sicherlich keine detaillierte Karte des Pleistozäns dabei, und ihr Gletscher-GPS muss eine miserablen Empfang gehabt haben. Man kann sich fast das Gespräch vorstellen: Bist du sicher, dass dieser Abkürzung zwischen den Gletschern eine gute Idee ist? oder Die Kinder fragen, ob wir schon in Amerika angekommen sind. Es zeigt, dass der Geist, eine Reise zu unternehmen, ohne genau zu wissen, was am Ende wartet, keine moderne Erfindung ist.