Staatsanwaltschaft stoppt Wiederaufnahme des Falls Campanar trotz neuem Gutachten

29. April 2026 Publicado | Traducido del español

Die Staatsanwaltschaft hat den Antrag der Familien der zehn Opfer des Brandes von Campanar im Jahr 2024 auf Wiederaufnahme der Ermittlungen blockiert. Ein neues Gutachten stellt das offizielle Dokument über die Fassadenverkleidung in Frage, das als Schlüsselfaktor für die Brandausbreitung gilt. Die Staatsanwaltschaft hält jedoch daran fest, dass der Bericht keine neuen Beweise, sondern lediglich eine Neuinterpretation bereits bekannter Unterlagen liefere, und schließt damit die Tür für weitere gerichtliche Ermittlungen.

Verkohlte Fassade eines Gebäudes in Campanar, mit einem zerbrochenen offiziellen Dokument und einem von der Staatsanwaltschaft versiegelten Gutachten.

Technische Verkleidung unter der Lupe: Die Debatte über feuerfeste Materialien 🔥

Das neue Gutachten konzentriert sich auf die Analyse der Wärmedämmung der Fassade, ein System aus aufgesprühtem Polyurethan ohne Brandschutzbarrieren. Die Experten weisen darauf hin, dass das ursprüngliche Zertifikat entscheidende Tests zum Brandverhalten unter realen Lüftungsbedingungen ausgelassen habe. Die aktuelle Norm schreibt Verhaltenstests in Außenbrandszenarien vor, aber das beanstandete Dokument wandte statische Laborparameter an. Diese technische Diskrepanz ist der Kern des Konflikts zwischen den Parteien.

Der magische Bericht, den die Staatsanwaltschaft sieht, aber nicht anfassen will 🧐

Die Familien haben ein Gutachten vorgelegt, das nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nichts weiter als ein alter Bekannter in neuem Gewand ist. Es ist, als würde man dem Gericht die Rechnung eines Klempners vorlegen und ihnen würde gesagt werden, sie wüssten bereits, dass der Wasserhahn tropfe. Das Dokument stellt die Verkleidung in Frage, aber für die Staatsanwaltschaft ist es wie das zweimalige Lesen eines Buches: Die Geschichte ändert sich nicht, selbst wenn man die Seiten mit einem Textmarker unterstreicht.