Alte DNA verortet den Ursprung der Schwarzen Pest im Kirgisistan des vierzehnten Jahrhunderts

21. April 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Eine kürzliche Studie hat den Ausgangspunkt der Pandemie des Schwarzen Todes bestimmt, die Eurasien im 14. Jahrhundert heimsuchte. Die genetische Analyse menschlicher Überreste, die in Gräbern in Kirgisistan gefunden wurden und Inschriften mit dem Hinweis auf einen Tod durch Pestilenz tragen, hat den Beweis geliefert. Dieser Fund beendet eine langjährige historische Debatte über den ursprünglichen Ausbruchsort der Pandemie.

Eine archäologische Ausgrabung in Kirgisistan, bei der Wissenschaftler Knochenreste analysieren, um die genetische Herkunft des Schwarzen Todes zurückzuverfolgen.

Genomsequenzierung und Archäologie zur Rückverfolgung historischer Krankheitserreger 🧬

Die Forschung kombinierte archäologische und genomische Techniken. Aus den Zähnen von zwischen 1338 und 1339 nahe dem See Issyk-Kul bestatteten Individuen wurde DNA extrahiert. Hochdurchsatz-Sequenzierung ermöglichte die Rekonstruktion vollständiger Genome von *Yersinia pestis*, dem verursachenden Bakterium. Der gefundene Stamm zeigt einen gemeinsamen Vorfahren aller bekannten Varianten der zweiten Pandemie und verortet hier das Diversifizierungsereignis. Die Radiokarbondatierung der archäologischen Kontexte war entscheidend.

Wenn dein Grabstein "starb an der Pest" sagt und Wissenschaftler dir 700 Jahre später recht geben ⚰️

Stell dir vor, du hast so viel Pech, dass dein Grabstein als Todesursache Pestilenz angibt. Und dann bestätigen Jahrhunderte später ein Team in weißen Kitteln die Diagnose mit einem Hochleistungs-Sequenzierer. Es ist der am besten verifizierte Epitaph der Geschichte. Die Verstorbenen dieser kirgisischen Gemeinde litten nicht nur an der Krankheit, sondern wurden unfreiwillig zur definitiven Kontrollprobe, um ein globales Rätsel zu lösen. Die Archäogenetik hat ihnen recht gegeben, wenn auch mit großer Verspätung.