Busan eröffnet Anime-Sektion: von Metropolis bis zum digitalen Zeitalter

05. September 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Busan-Filmfestival präsentiert eine neue Sektion, die dem Anime gewidmet ist, mit einer Auswahl von 12+1 Titeln, die von Rintaros Metropolis und Mamoru Oshiis Angel's Egg bis hin zum zeitgenössischen ghost – end of night von Shingo Natsume reicht. Für Branchenprofis fungiert dieses Programm als Plattform, um die Entwicklung traditioneller und digitaler Animationstechniken sowie aktuelle narrative Trends im asiatischen Raum zu untersuchen.

Close-up of a traditional animation cel and a modern digital tablet side by side, while a hand draws a glowing holographic frame, ink lines morphing into luminous pixels, a retro robot from Metropolis casting a long shadow over a futuristic city skyline, cinematic technical illustration, dramatic contrast between warm and cool lighting, ultra-detailed textures, photorealistic render

Hybride Techniken und europäisches Erbe in der japanischen Animation 🎨

Die Busan-Auswahl ermöglicht eine tiefgehende technische Analyse. Metropolis zeigt die Meisterschaft der Cel-Animation und die vom deutschen Expressionismus inspirierte Hintergrundkomposition, während Angel's Egg den Einsatz von Licht und Stille als narrative Werkzeuge demonstriert. Im Kontrast dazu erkundet ghost – end of night die Integration von CGI und digitaler Rotoskopie, um traumhafte Atmosphären zu schaffen. Die Kuratierung verdeutlicht, wie europäische Klassiker die visuelle Sprache des Anime geformt haben, und bietet den Besuchern Material für vergleichende Studien sowie Networking-Möglichkeiten mit Schöpfern, die sich zwischen beiden Polen bewegen.

Zwölf Filme und ein Bonus, um dein Notizbuch zu füllen 📝

Wenn du zu denen gehörst, die Festivals mit einem Notizblock besuchen, bereit, jeden Frame festzuhalten, dann mach dich bereit: Diese Sektion wird dir Handkrämpfe bescheren. Zwischen Oshii, der über riesige Eier philosophiert, und Rintaro, der Fritz Lang huldigt, wird die einzige Pause dazu dienen, zu debattieren, ob Shingo Natsume ein neues Genre erfunden hat oder nur einen sehr aufwendigen Instagram-Filter. Und mit dem 13. Titel suchen sie vielleicht jemanden, der eine Überraschung erlebt. Allerdings: Erwarte kein Popcorn – Autorenkino genießt man in Stille und mit dem einen oder anderen gehobenen Augenbrauen.