Vor der Küste Japons, in 25 Metern Tiefe, weist das Yonaguni-Denkmal terrassenförmige Stufen, rechte Winkel und perfekte Kanten auf, die die Meeresgeologie herausfordern. Dieses Rätsel, das Archäologen und Geologen spaltet, findet in der 3D-Modellierung seinen besten Verbündeten, um zu klären, ob es sich um ein jahrtausendealtes Menschenwerk oder eine tektonische Laune handelt. Die Unterwasserfotogrammetrie ermöglicht es heute, jeden Block zu sezieren, ohne einen einzigen Stein zu bewegen.
Unterwasserfotogrammetrie und Simulation differentieller Erosion 🧊
Die Teams der digitalen Archäologie haben Punktwolken des Monolithen aus Hunderten von Bildern erstellt, die von Tauchern und ROVs aufgenommen wurden. Durch den Import dieser Daten in Software wie Blender oder Agisoft Metashape können Algorithmen zur simulierten Erosion angewendet werden, um den Verschleiß der Terrassen von Yonaguni mit dem bekannter Basaltformationen wie dem Giant's Causeway zu vergleichen. Die metrische Analyse der rechten Winkel mit Toleranzen von weniger als 2 Grad Abweichung ermöglicht es den Forschern, die Hypothese einer menschlichen Bearbeitung mit der natürlichen Bruchbildung durch Klüfte zu vergleichen. Die Überlagerung digitaler Modelle offenbart Symmetriemuster, die laut den Befürwortern eines anthropogenen Ursprungs in der Natur statistisch unwahrscheinlich sind.
Das Dilemma der Interpretation ohne physische Spur 🤔
Der große Vorteil der 3D-Analyse besteht darin, dass sie Hypothesen ermöglicht, ohne graben oder Proben entnehmen zu müssen, und so das Erbe bewahrt. Die Technologie kann das Gestein jedoch nicht datieren oder Schneidwerkzeuge erkennen, wenn diese durch Jahrtausende von Strömungen ausgelöscht wurden. Das Yonaguni-Denkmal erinnert uns daran, dass selbst mit den besten digitalen Modellen die Grenze zwischen Natürlichem und Künstlichem verschwommen bleibt. Die endgültige Antwort liegt vielleicht nicht in der Software, sondern in der Entscheidung, hinabzusteigen und den Stein zu berühren.
Welche 3D-Scan- oder Unterwasserfotogrammetrie-Techniken könnten eindeutig unterscheiden, ob die terrassenförmigen Stufen von Yonaguni natürliche geologische Formationen oder das Ergebnis menschlichen Eingriffs oder einer alten Zivilisation sind?
(PS: und denk dran: wenn du keinen Knochen findest, kannst du ihn immer selbst modellieren)