Jonas Vingegaard gibt sein Debüt beim Giro d'Italia mit dem Ziel der Triple Crown, einem Meilenstein, den nur sieben Radsportler erreicht haben. Sein großer Rivale Tadej Pogacar hat dies noch nicht geschafft. Die Entscheidung des Dänen, nun die italienische Grand Tour zu fahren, wirft Fragen auf: Einige sehen einen Meisterplan, den Giro als Vorbereitung zu nutzen, um Pogacar bei der Tour zu entthronen, Kilometer zu sammeln und sich an unterschiedliche Terrains anzupassen.
Der Giro als Datenlabor: Strategie der Belastung und Anpassung 🚴
Vingegaard könnte den Giro nutzen, um Wettkampfvolumen im Hochgebirge und bei Zeitfahren zu sammeln, zwei Schlüsseldisziplinen für die Tour. Die Anhäufung von Anstrengung in langen Etappen ermöglicht die Anpassung der aeroben Leistung und der Erholung. Leistungs- und Herzfrequenzdaten bei Anstiegen wie dem Mortirolo könnten Hinweise auf seinen tatsächlichen Zustand geben. Diese geplante Arbeitsbelastung mit kontrollierten Intensitätsspitzen zielt darauf ab, eine solide Basis zu schaffen, ohne in Übertraining zu verfallen, eine schmale Grenze, die die Edelhelfer auszeichnet.
Der Meisterplan: Den Giro nutzen, damit Pogacar sich beim Fernsehen langweilt 🍿
Vingegaard gibt sein Debüt beim Giro, und die Verschwörungstheorie besagt, dass er nicht das Maglia Rosa anstrebt, sondern dass Pogacar sich beim Fernsehen langweilt, während er in die Pedale tritt. Mit anderen Worten: Der Däne plant, mit 3.500 zusätzlichen Bein-Kilometern zur Tour zu kommen, und Pogacar mit 3.500 Stunden Sofa und Popcorn. Am Ende wird der Slowene ausgeruht ankommen, aber Vingegaard wird mit einem so integrierten Rad ankommen, dass er sogar darauf schlafen wird. Die Triple Crown, oder der dreifache Unsinn: dass der Rivale einschläft.