Vingegaard beim Giro: Dreifachkrone oder Plan, Pogacar zu braten

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Jonas Vingegaard gibt sein Debüt beim Giro d'Italia mit dem Ziel der Triple Crown, einem Meilenstein, den nur sieben Radsportler erreicht haben. Sein großer Rivale Tadej Pogacar hat dies noch nicht geschafft. Die Entscheidung des Dänen, jetzt die italienische Grand Tour zu fahren, wirft Fragen auf: Manche sehen einen Masterplan, den Giro als Vorbereitung zu nutzen, um Pogacar bei der Tour zu entthronen, Kilometer zu sammeln und sich an unterschiedliche Terrains anzupassen.

Zwei Radsportler auf entgegengesetzten Routen: Vingegaard erklimmt die Berge des Giro, während Pogacar ihn von der Tour aus beobachtet.

Der Giro als Datenlabor: Strategie der Belastung und Anpassung 🚴

Vingegaard könnte den Giro nutzen, um Wettkampfvolumen im Hochgebirge und bei Zeitfahren zu sammeln, zwei Schlüsseldisziplinen für die Tour. Die Ansammlung von Anstrengung in langen Etappen ermöglicht die Anpassung der aeroben Leistung und Erholung. Leistungs- und Herzfrequenzdaten bei Anstiegen wie dem Mortirolo würden Hinweise auf seinen tatsächlichen Zustand geben. Diese geplante Arbeitsbelastung mit kontrollierten Intensitätsspitzen zielt darauf ab, eine solide Basis zu schaffen, ohne ein Übertraining zu riskieren – ein schmaler Grat, der die Edelhelfer ausmacht.

Der Masterplan: Den Giro nutzen, damit Pogacar gelangweilt fernguckt 🍿

Vingegaard debütiert beim Giro, und die Verschwörungstheorie besagt, dass er nicht die Maglia Rosa anstrebt, sondern dass Pogacar gelangweilt fernguckt, während er in die Pedale tritt. Sprich, der Däne plant, mit 3.500 zusätzlichen Bein-Kilometern zur Tour zu kommen, und Pogacar mit 3.500 Stunden Sofa und Popcorn. Am Ende wird der Slowene ausgeruht ankommen, aber Vingegaard wird so sehr mit dem Rad verwachsen sein, dass er sogar darauf schläft. Die Triple Crown, oder die dreifache Dummheit: dass der Rivale einschläft.