Vacas lesbianas: die japanische Animation, die Cannes erobert

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Animatorin Honami Yano wird ihren Kurzfilm Eri in der Quinzaine des Cinéastes in Cannes präsentieren. Das handgezeichnete Werk erzählt die Geschichte einer Holstein-Kuh, die sich in eine andere Kuh verliebt, in einer Welt, in der Rinder gebären müssen, um zu überleben. Basierend auf dem Roman von Kasumi Asakura ersetzte Yano die Menschen durch Kühe, nachdem sie über Hautfarbe und Selbstbewusstsein nachgedacht hatte.

Eine schwarz-weiße Holstein-Kuh leckt sanft die Schnauze einer anderen Kuh auf einer grünen Wiese unter einem sanften, bewölkten Himmel.

Der handwerkliche Prozess hinter den animierten Kühen 🎨

Yano entschied sich für traditionelle Animation auf Acetat und zeichnete jedes Bild von Hand, um organische Texturen einzufangen. Die traumhaften Landschaften wurden mit Aquarellfarben und Tinten auf Papier erstellt, dann ohne übermäßige Nachbearbeitung digitalisiert. Die Regisseurin vermied CGI, um das physische Gefühl der Verbindung zwischen den Kühen zu bewahren. Der Kurzfilm erforderte zwei Jahre Produktion mit einem kleinen Team von sechs Animatoren.

Endlich eine Liebesgeschichte, die kein Reinfall ist 🐄

Während Hollywood uns Romanzen mit Explosionen und Happy Ends verkauft, schenkt uns Yano zwei Kühe, die sich acht Minuten lang anstarren. Und das Beste: ohne Dialoge. Denn seien wir ehrlich, wer braucht schon Worte, wenn man feuchte Kuhaugen und eine mit Aquarell gemalte Landschaft hat? Das Autorenkino erinnert uns daran, dass wahre Liebe bedeutet, gemeinsam bei Sonnenuntergang zu grasen. Ohne sozialen Druck, ohne Schwiegermütter, nur Gras.