Ein Organell in Kühen öffnet die Tür zur Kontrolle von Methan

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Forscher haben ein Organell namens Hydrogenosom in Wimpertierchen (Ciliaten) identifiziert, die den Pansen von Kühen und anderen Wiederkäuern bewohnen. Diese Entdeckung könnte relevant sein, um Methanemissionen zu reduzieren, ein Treibhausgas, das für etwa 30 % des landwirtschaftlichen Methans verantwortlich ist. Das Hydrogenosom produziert Wasserstoff, der wiederum andere Mikroben dazu anregt, Methan zu erzeugen.

Wissenschaftliche Illustration: Wiederkäuende Kuh mit Fokus auf ihren Pansen; darin leuchtende Wimpertierchen, die grüne Hydrogenosomen enthalten, die Wasserstoff freisetzen und so Mikroben nähren, die Methan in Form von Blasen ausstoßen.

Technische Entwicklung: Wie das Hydrogenosom funktioniert 🔬

Das Hydrogenosom fungiert als kleines Kraftwerk innerhalb der Wimpertierchen. Anstelle von Mitochondrien nutzen diese Organismen dieses Organell, um unter anaeroben Bedingungen Energie zu gewinnen, wobei molekularer Wasserstoff als Nebenprodukt freigesetzt wird. Dieser Wasserstoff wird anschließend von methanogenen Archaeen im Pansen genutzt, um Methan zu produzieren. Das Verständnis dieses Stoffwechselwegs ermöglicht es, Strategien zu erforschen, um die Wasserstoffproduktion zu unterbrechen oder seinen Verbrauch in Richtung anderer, weniger schädlicher Verbindungen umzulenken.

Der Kuhfurz hat jetzt einen Schattenwerfer 💨

Es stellt sich heraus, dass der wahre Schuldige an der globalen Erwärmung nicht die Kuh war, sondern ihr einzelliger Untermieter mit dem Drang, Wasserstoff zu produzieren. Nun wollen Wissenschaftler diese Wimpertierchen davon überzeugen, Urlaub zu machen und den methanogenen Archaeen nicht länger das Leben leicht zu machen. In der Zwischenzeit kauen die Kühe seelenruhig wieder, ahnungslos, dass ihre Verdauung zu einem Fallbeispiel für die Rettung des Planeten geworden ist.