Ein diamantgroßer Pampelmusenbrocken kartiert das Magnetfeld von der ISS aus

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Quantengerät OSCAR-QUBE, mit nur 10 Zentimetern Seitenlänge, hat es geschafft, das Erdmagnetfeld von der Internationalen Raumstation aus zu kartieren. Sein Kern ist ein Diamant mit Defekten im Kohlenstoffgitter, die als Quantensensoren fungieren. Zehn Monate lang stimmten seine Messungen mit früheren Schätzungen überein und bewiesen damit seine Zuverlässigkeit im Weltraum.

Ein Diamant in der Größe einer Grapefruit, in einem Metallwürfel, misst das Erdmagnetfeld von der ISS aus.

Wie ein unvollkommener Diamant Magnetfelder erkennt 🧲

Der Sensor nutzt Defekte im Diamanten, sogenannte NV-Zentren, die sich wie Quantenteilchen verhalten. Wenn man sie mit Laser und Mikrowellen bestrahlt, senden sie Licht aus, dessen Intensität je nach Magnetfeld variiert. Dies ermöglicht die Messung subtiler Veränderungen im Erdmagnetfeld. Die zwischen 2021 und 2022 gesammelten Daten wurden in Physical Review Applied veröffentlicht und validieren die Technologie für zukünftige Weltraummissionen.

Der Edelstein, der sich nicht für Verlobungsringe eignet 💍

Während die Menschheit Vermögen für Diamanten an den Fingern ausgibt, nutzen Wissenschaftler sie, um Magnetfelder aus dem Weltraum zu messen. OSCAR-QUBE zeigt, dass ein Diamant mit Fehlern wertvoller ist als ein perfekter. Zumindest wird dieser nicht an einem Strand verloren gehen oder wegen einer schlechten Entscheidung versetzt werden. Wenn du das nächste Mal einen Brillanten siehst, denk daran: Er könnte den Planeten kartieren.