Das Quantengerät OSCAR-QUBE, mit nur 10 Zentimetern Seitenlänge, hat es geschafft, das Erdmagnetfeld von der Internationalen Raumstation aus zu kartieren. Sein Kern ist ein Diamant mit Defekten im Kohlenstoffgitter, die als Quantensensoren fungieren. Zehn Monate lang stimmten seine Messungen mit früheren Schätzungen überein und bewiesen damit seine Zuverlässigkeit im Weltraum.
Wie ein unvollkommener Diamant Magnetfelder erkennt 🧲
Der Sensor nutzt Defekte im Diamanten, sogenannte NV-Zentren, die sich wie Quantenteilchen verhalten. Wenn man sie mit Laser und Mikrowellen bestrahlt, emittieren sie Licht, dessen Intensität je nach Magnetfeld variiert. Dies ermöglicht die Messung subtiler Veränderungen im Erdfeld. Die zwischen 2021 und 2022 gesammelten Daten wurden in Physical Review Applied veröffentlicht und validieren die Technologie für zukünftige Weltraummissionen.
Der Edelstein, der sich nicht für Verlobungsringe eignet 💍
Während die Menschheit Vermögen für Diamanten an Fingern ausgibt, nutzen Wissenschaftler sie, um Magnetfelder aus dem Weltraum zu messen. OSCAR-QUBE zeigt, dass ein Diamant mit Defekten mehr wert ist als ein perfekter. Zumindest wird dieser nicht an einem Strand verloren gehen oder wegen einer schlechten Entscheidung verpfändet werden. Wenn du das nächste Mal einen Brillanten siehst, denk daran: Er könnte den Planeten kartieren.