Ravi Mehta, 36 Jahre alt und an Duchenne-Muskeldystrophie erkrankt, wurde zur routinemäßigen Anpassung seines Beatmungsgeräts in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert. Die Entlassung war für drei Tage vorgesehen, doch er sitzt nun seit acht Monaten dort fest. Der Grund ist nicht medizinischer, sondern bürokratischer Natur: Sein persönliches Gesundheitsbudget, das zwei Assistenten rund um die Uhr bezahlte, wurde vom örtlichen integrierten Versorgungsausschuss gestrichen.
Die technologischen Kosten einer Bürokratie ohne Patches 🖥️
Im Bereich der Softwareentwicklung wird bei einem Systemausfall ein Patch bereitgestellt oder der Code überarbeitet. Beim NHS wird das System nicht aktualisiert, wenn das Budget eines Patienten gestrichen wird; es lässt den Benutzer einfach in einer Endlosschleife zurück. Ravi ist das Äquivalent zu einem Programm, das einwandfrei funktioniert, aber aufgrund eines Berechtigungsfehlers in der administrativen Cloud nicht ausgeführt werden kann. Die Gesundheitstechnologie schreitet voran, aber die Managementlogik bleibt in einem Mainframe der 80er Jahre verankert.
Das Hotel-Krankenhaus: Zimmerservice, aber keine Minibar 🏨
Acht Monate in einem Krankenhaus, ohne rauszukönnen. Ravi erhält ständige medizinische Betreuung, aber was er wirklich braucht, ist sein eigenes Bett und seinen eigenen Fernseher. Das Krankenhaus bietet ihm drei Mahlzeiten am Tag und eine Gegensprechanlage, um die Krankenschwester zu rufen, aber er hat nicht die Fernbedienung von zu Hause. Zumindest muss er sich im Krankenhaus keine Sorgen um die Batterie des Rauchmelders machen. Allerdings bleibt die Stromrechnung ein Rätsel.