Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat erneut gegen die Europäische Union ausgeteilt und ihr vorgeworfen, frühere Handelsabkommen nicht einzuhalten. Als Antwort kündigte er eine Erhöhung der Zölle auf 25 % für alle in der EU hergestellten Autos und Lastwagen an. Die Maßnahme trifft direkt Hersteller wie Volkswagen, BMW und Stellantis, die jedes Jahr Tausende von Fahrzeugen nach Nordamerika exportieren. Die europäischen Börsen reagierten mit Kursverlusten, und die Gewerkschaften der Branche rechnen bereits mit möglichen Produktionskürzungen.
Der technische Schlag gegen die globale Lieferkette 🔧
Die Zollerhöhung trifft direkt die Just-in-Time-Logistik, die in europäischen Werken verwendet wird. Jedes aus Deutschland oder Spanien exportierte Fahrzeug kostet nun zwischen 2.500 und 5.000 Euro mehr allein durch Zollgebühren. Hersteller wie Audi erwägen bereits, die Produktion in ihre Werke in Mexiko oder China zu verlagern, um der Steuer zu entgehen. Das Problem ist, dass auch diese Länder im Visier Washingtons stehen. Die Abhängigkeit von asiatischen Elektronikkomponenten erschwert die Anpassung zusätzlich, da die Zölle nicht zwischen dem kompletten Auto und seinen Teilen unterscheiden.
Der Meisterzug, um mehr Pickups zu verkaufen 🚛
Das Merkwürdige an der Sache ist, dass Trump Europa beschuldigt, Abkommen nicht einzuhalten, während er selbst alles auf brutale Weise neu verhandelt. Das feine Detail ist jedoch, dass die 25%igen Zölle US-amerikanische Pickups nicht betreffen, die in ihrem Markt am meisten verkauft werden. Mit anderen Worten: Wenn du ein Farmer aus Iowa bist und einen Ford F-150 willst, merkst du nichts davon. Aber wenn du ein Manager aus Stuttgart bist und dein Mercedes im Hafen von Baltimore feststeckt, musst du zahlen. Der Schachzug ist so subtil wie ein Presslufthammer: schütze das Eigene und bestrafe das Fremde. Europa fragt sich unterdessen, ob es mit Zöllen auf Bourbon oder Blauschimmelkäse reagieren soll.