Ein südkoreanisches Gericht hat in den Arbeitskonflikt bei Samsung Electronics eingegriffen und einen für diesen Donnerstag geplanten Massenstreik von bis zu 50.000 Mitarbeitern untersagt. Die Entscheidung hebt den Streik nicht auf, erlegt jedoch strenge Auflagen auf: Die Arbeiter dürfen keine Ausrüstung beschädigen, Zugänge blockieren oder Maschinen unbeaufsichtigt lassen, mit der Begründung, erhebliche Schäden für das Unternehmen und die Umwelt zu vermeiden.
Samsung verstärkt Protokolle angesichts teilweisen Produktionsstopps ⚙️
Das Unternehmen hat Notfallpläne in seinen Halbleiter- und Display-Fertigungslinien aktiviert, wo die Automatisierung es ermöglicht, kritische Prozesse durch Fernüberwachung aufrechtzuerhalten. Das Fehlen von Personal für Wartungsaufgaben könnte jedoch die Kalibrierung von Lithografieanlagen und Diffusionsöfen beeinträchtigen. Samsung erwägt, nicht gewerkschaftlich organisiertes Personal zu rotieren, um Schlüsselpositionen zu besetzen, während die Gewerkschaft kritisiert, dass die gerichtlichen Auflagen das Streikrecht aushöhlen.
Streik ja, aber mit Ordnung und ohne die Chips zu berühren 🚧
Die südkoreanische Justiz hat klargestellt, dass die Arbeiter protestieren dürfen, solange sie nichts anfassen, niemanden stören und selbstverständlich ihre Arbeit nicht einstellen. Es ist, als würde man eine Party organisieren, bei der man tanzen darf, aber ohne Musik, ohne Gäste und ohne sich vom Fleck zu bewegen. Samsung atmet erleichtert auf: Seine Maschinen werden weiterlaufen, auch wenn die Angestellten ihre Forderungen leise skandieren müssen, um die Dezibel im Reinraum nicht zu stören.