Toei erklärt das Ende des Anime als exklusives Produkt Japans

25. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der Geschäftsführer von Toei Animation, Asama Yosuke, hat während der Filmfestspiele von Cannes die Grundfesten der Branche erschüttert. Seine Aussage ist klar: Die Ära des Animes als ausschließlich japanisches Produkt ist vorbei. Toei, das Studio hinter Giganten wie Dragon Ball und One Piece, plant nun, gemeinsam mit Kreativen aus aller Welt Werke zu schaffen, die in lokalen Kulturen verwurzelt sind, und stellt damit die traditionelle Definition einer Animation in Frage, die jahrzehntelang mit Japan, seinen Systemen und Traditionen identifiziert wurde.

Toei Animation globale Studiotransformation, japanischer Animator übergibt eine traditionelle Animationsfolie an einen nicht-japanischen Kreativen an einem modernen Arbeitsplatz, zwei Monitore zeigen eine Dragon-Ball-Figurenskizze neben einem neuen, kulturell eigenständigen Figurendesign, Bewegungslinien verbinden beide Bildschirme, digitales Zeichentablett mit aktivem Stift, filmischer fotorealistischer Stil, warmes Studiolicht, internationales Kreativteam im Hintergrund sichtbar, verstreute Nachschlagewerke aus verschiedenen Kulturen, leuchtende Netzwerkkabel verbinden Tokio mit anderen Weltstädten, dramatische Schatten und Lichter, ultra-detallierte Animationswerkzeuge und Software-Oberflächen, technische Illustration mit realistischen Texturen

Die globalisierte Produktion und ihre neuen technischen Standards 🌍

Diese Wende bringt eine Veränderung der traditionellen Arbeitsabläufe mit sich. Toei muss seine Produktionspipelines anpassen, um internationale Teams zu integrieren, was Plattformen für die Remote-Zusammenarbeit und eine Standardisierung der Assets erfordert. Der Einsatz von Tools wie Toon Boom Harmony oder Unreal Engine für die Vorschau könnte die Koordination erleichtern. Die technische Herausforderung liegt jedoch darin, die visuelle Konsistenz zu wahren, die den Anime mit seinen Rhythmen der limitierten Animation und seiner Gesichtsausdrucksstärke definiert, während gleichzeitig künstlerische Sensibilitäten aus anderen Regionen – von der europäischen Linienführung bis zur lateinamerikanischen visuellen Erzählweise – integriert werden.

Abschied vom 100%igen japanischen Anime, hallo Anime mit Akzent 🎨

Das heißt also, dass jetzt ein französisches Studio eine One-Piece-Episode machen kann, in der Luffy statt Reis ein Croissant isst. Toei sagt, man wolle Werke, die in lokalen Kulturen verwurzelt sind, was sich schön anhört, bis man sich vorstellt, wie Goku in Indien Yoga macht oder Sailor Moon ein spanisches Flamenco-Kimono trägt. Die wahre Herausforderung wird nicht technischer Natur sein, sondern darin bestehen, einem langjährigen Fan zu erklären, dass seine Lieblingsserie von einem Team in Brasilien animiert werden kann. Aber gut, solange sie der Super-Saiyajin-Verwandlung keinen Reggaeton unterlegen, wird schon alles gut gehen.