Tetsuo Yajima kam mit einem Rucksack voller Filmpläne und wenig Geduld für statische Einstellungen zu Pokémon. Seine Arbeit an der Serie XY und dem Film „Geheimnisse des Dschungels“ verlieh der Franchise eine visuelle Sprache, die man zuvor nur in Kinofilmen großer Studios sah. Yajima bewegte nicht nur die Kamera; er ließ sie zwischen Kämpfen und Landschaften tanzen und verlieh Ash und seinen Begleitern eine neue Dimension.
Dynamische Komposition und Kameraführung als Regieinstrumente 🎥
Yajima wendet eine Kameraführung an, die mit der flachen Tradition des Fernsehanimes bricht. Er nutzt Kamerafahrten, Tiefenschärfe und Lichtwechsel, die den emotionalen Zustand jeder Szene unterstreichen. In Pokémon XY gewinnen die Kämpfe durch synkopierte Schnitte und Bildausschnitte, die die Bewegung der Pokémon nutzen, an Rhythmus. Für „Geheimnisse des Dschungels“ setzte er auf eine lebendige Farbpalette und weiche Schatten, die den Wald zu einer weiteren Figur machen. Seine Methode ist weder billig noch schnell, aber das Ergebnis ist in jedem Einzelbild spürbar.
Als der Filmregisseur Satoshi Tajiri das Ladegerät stahl ⚡
Der Legende nach betrat Yajima das Studio mit einem Storyboard, das wie das Drehbuch eines Hollywood-Blockbusters aussah. Die Serienveteranen, gewohnt an statische Hintergründe und feste Einstellungen, mussten lernen, durchzuatmen, während er eine weitere Aufnahme desselben Pikachu aus einem unmöglichen Winkel verlangte. Am Ende akzeptierte das Team, dass sie, wenn sie schon 24 Einzelbilder pro Sekunde zeichneten, diese zumindest wie im Kino aussehen lassen sollten. Yajima gewann. Die Animation auch.