Tetsuo Yajima: das moderne Auge hinter Pokémon XY und Die Geheimnisse des Dschungels

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Tetsuo Yajima kam zu Pokémon mit einem Rucksack voller Filmpläne und wenig Geduld für statische Einstellungen. Seine Arbeit an der XY-Serie und dem Film „Geheimnisse des Dschungels“ verlieh der Franchise eine visuelle Sprache, die zuvor nur in Kinofilmen großer Studios zu sehen war. Yajima bewegte nicht nur die Kamera; er ließ sie zwischen Kämpfen und Landschaften tanzen und verlieh Ash und seinen Begleitern eine neue Dimension.

Tetsuo Yajima führt eine bewegte Kamera während eines Pokémon-XY-Kampfes mit dynamischen Landschaften im Hintergrund.

Dynamische Komposition und Kameraführung als Regieinstrumente 🎥

Yajima wendet eine Kameraführung an, die mit der flachen Tradition des Fernsehanime bricht. Er nutzt Kamerafahrten, Tiefenschärfe und Lichtwechsel, die den emotionalen Zustand jeder Szene unterstreichen. In Pokémon XY gewinnen die Kämpfe durch synkopierte Schnitte und Bildausschnitte, die die Bewegung der Pokémon ausnutzen, an Rhythmus. Für „Geheimnisse des Dschungels“ setzte er auf eine lebendige Farbpalette und weiche Schatten, die den Wald zu einer weiteren Figur machen. Seine Methode ist weder billig noch schnell, aber das Ergebnis ist in jedem Einzelbild spürbar.

Als der Filmregisseur Satoshi Tajiri das Ladegerät stahl ⚡

Der Legende nach betrat Yajima das Studio mit einem Storyboard, das wie das Drehbuch eines Hollywood-Blockbusters aussah. Die Veteranen der Serie, gewohnt an statische Hintergründe und feste Einstellungen, mussten lernen, durchzuatmen, während er eine weitere Aufnahme desselben Pikachu aus einem unmöglichen Winkel verlangte. Am Ende akzeptierte das Team, dass, wenn sie schon 24 Bilder pro Sekunde zeichnen würden, diese wenigstens wie aus einem Film aussehen sollten. Yajima gewann. Die Animation auch.