Tanxugueiras kehren mit O cuarto zu ihren Wurzeln zurück und der Tradition als Zuflucht

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das galicische Trio Tanxugueiras, bestehend aus Aida Tarrío und den Zwillingen Olaia und Sabela Maneiro, präsentiert ihr neues Werk O cuarto. In einem aktuellen Interview erklärte Sabela, dass die Musiktradition ihr emotionaler Anker sei, und verglich sie mit der Vaterfigur: ein sicherer Zufluchtsort, den man in schwierigen Zeiten aufsuchen kann. Dieses Album markiert eine Rückkehr zum Reinesten ihrer Wurzeln, eine notwendige Rückkehr, um sich in Gemeinschaft und geborgen zu fühlen.

Drei galicische Frauen lächeln umarmt auf einer Holzbühne, tragen traditionelle Trachten, mit rustikalen Musikinstrumenten im Hintergrund, die an Wurzeln und emotionalen Zufluchtsort erinnern.

Die Produktion von O cuarto und die Technologie im Dienste der Tradition 🎛️

Für dieses Album haben Tanxugueiras mit einem technischen Ansatz gearbeitet, der die klangliche Authentizität priorisiert. Sie griffen auf Live-Aufnahmen mit Bändchenmikrofonen und Röhrenvorverstärkern zurück und vermieden übermäßige digitale Bearbeitung. Der von einem auf Folk spezialisierten Toningenieur durchgeführte Mix bewahrt die Rauheit der Schellentrommeln und die rohe Textur der Stimmen. Das Mastering wurde so angepasst, dass breite Dynamiken erhalten bleiben, fernab der extremen Kompression, die die heutige Popmusik dominiert.

Tradition als Therapie: Wenn die Schellentrommel mehr wert ist als ein Psychologe 🪘

Es stellt sich heraus, dass die Lösung für die moderne Angst nicht in einer Meditations-App liegt, sondern in einer galicischen Schellentrommel und ein paar gestimmten Stimmen. Während die Welt voller Mindfulness-Tutorials ist, schlagen Tanxugueiras vor, in einem Dorf aus voller Kehle zu singen. So gesehen ist die Rückkehr zu den Eltern vielleicht gar keine so schlechte Idee, vor allem wenn das Haus eine gute Soundanlage und jemanden hat, der Dudelsack spielen kann.